Düren: B56: Behinderungen möglichst begrenzen

Düren: B56: Behinderungen möglichst begrenzen

Wenn im April Abriss und Neubau der Brücke an der Schoellerstraße beginnen, wird dies unweigerlich zu Verkehrsbehinderungen führen. Um die Beeinträchtigungen in einem erträglichen Rahmen zu halten, haben Fachleute in der Stadtverwaltung und des Landesbetriebes Straßen NRW diverse verkehrslenkende Maßnahmen entwickelt. Im Verkehrs- und Bauausschuss wurde das Konzept vorgestellt.

Rund 30.000 Fahrzeuge brettern im Bereich der Brücke über die Eisenbahnlinie täglich über die Schoellerstraße. Während der Bauarbeiten werden es „nur“ noch etwa 20.000 sein, weil die schon errichtete Behelfsbrücke nicht mehr hergibt. Rund 10.000 Fahrzeuge, darunter die Laster, werden also andere Strecken benutzen (müssen). Die empfohlene Umfahrungsstrecke beginnt auf der Nordseite unmittelbar vor der Baustelle.

Die Fahrzeuge sollen nach rechts in die Eisenbahnstraße abbiegen und an der Kreuzung vor dem Kino-Center nach links in die Veldener Straße fahren. Über den Platz der Deutschen Einheit geht es dann weiter über die August-Klotz-Straße, nach links in die Stürtzstraße, die Oststraße hoch und dann wieder auf die Bundesstraße 56 (Euskirchener Straße). Damit diese Strecke angenommen wird, werden die Ampeln so geschaltet, dass das Abbiegen recht zügig vonstatten geht. Auch gesonderte Abbiegespuren werden an den Knotenpunkten eingerichtet.

Die empfohlene Strecke, die frühzeitig auf Schildern angekündigt wird, gilt auch in Gegenrichtung. Speziell für den Schwerlastverkehr erarbeitet der Landesbetrieb Straßen ein großräumiges Umfahrungskonzept, das — insbesondere an den Autobahnen — frühzeitig auf die Behinderungen in Düren hinweist. Bei den Planungen spielt eine entscheidende Rolle, dass zu Beginn der Brückenbauarbeiten die neue Autobahnanschlussstelle Merzenich zur Verfügung stehen wird — dies allerdings nur aus Richtung Aachen.

Man rechnet damit, dass ein Großteil des Verkehrs, der Düren und den Südkreis zum Ziel hat, diese Anschlussstelle nutzt, um über die Tagebaulandstraße und die Kölner Landstraße weiter zu fahren. Das wird auf diesen Straßen natürlich zu einer erheblichen Zusatzbelastung führen. Für Arnoldsweiler aber erwarten die Planer sogar eine geringfügige Entlastung. Ein „Knackpunkt“ der beschriebenen Umfahrungsstrecke ist der Zentrale Omnibus-Bahnhof. Dort fahren viele Busse zunächst auf die Eisenbahnstraße, um dann in die Josef-Schregel-Straße abzubiegen.

Die eigens dafür eingerichtete Ampelschaltung stört den fließenden Verkehr. Deshalb wird die Busausfahrt so verlegt, dass die Busse direkt auf die Josef-Schregel-Straße einbiegen. Der Arnoldsweilerweg wird während der 18 Monate dauernden Bauzeit nur stadtauswärts zu befahren sein. Die Brückenstraße wird komplett abgebunden; damit das Gewerbegebiet Distelrather Straße weiter erreichbar bleibt, wird der Wirtschaftsweg in Verlängerung der Distelrather Straße bis zur Zufahrt zur „Lidl“-Filiale ausgebaut. Der nötige Grundstückserwerb ist vorgenommen.

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