Awo organisiert Flashmob in Düren

Internationale Woche gegen Rassismus : Dürener Awo-Häuser setzten Zeichen gegen Rechts

Ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Rechts setzen, das ist der Arbeiter Wohlfahrt (Awo) ein besonderes Anliegen. Anlässlich der internationalen Wochen gegen Rassismus haben die Dürener Awo-Häuser am Mittwoch eine gemeinsame Veranstaltung und einen Flashmob organisiert.

Rund 80 Bewohner, Mitarbeiter und Kinder aus dem Hermann-Koch-Seniorenzentrum, dem Seniorenzentrum und der Kindertageseinrichtung „Wirbelwind" aus Gürzenich, dem Seniorenzentrum Niederzier und der ambulanten Pflege Awo mobil trafen sich auf dem Marktplatz, um gemeinsam für eine bunte Gesellschaft zu werben.

„Wir möchten uns klar gegen Rassismus positionieren“, sagte Petra Strömer, Einrichtungsleiterin des Hermann-Koch Seniorenzentrums. „Das ist uns ein wichtiges Anliegen, da wir als Awo auch in unserem Leitbild Toleranz und Offenheit festgeschrieben haben. In unseren Häusern sind Menschen jeder Herkunft willkommen.“

Ausgestattet mit Luftballons, Plakaten und Megafon gestalteten Jung und Alt gemeinsam einen bunten Aufruf für mehr Toleranz. Zu dem Lied „Farbenblind“, das als Projekt gegen Rassismus in Schulen entstanden ist, sangen und tanzten sie zusammen über den Marktplatz.

Für die Seniorin Lambertine Sempfle ist es wichtig, eine Position gegen Rassismus einzunehmen: „Ich habe lange Jahre mit einer türkischen Familie auf einer Etage gewohnt“, erzählt die 77-jährige. „Die waren immer freundlich und hilfsbereit, haben mich unterstützt, als ich nicht mehr so gut auf den Beinen war und besuchen mich auch heute noch im Seniorenzentrum.“

Im Anschluss an den „Flash Mob“ las Petra Strömer eine Rede der Awo-Bezirksvorstandsvorsitzenden Beate Ruland vor, in der sie sich vor allem gegen Rassismus im Alltag aussprach. Gleichzeitig rief sie aber auch dazu auf bei der kommenden Europawahl im Mai mit der eigenen Stimme gegen Nationalismus und Rassismus in Europa kämpfen. Rassismus dürfe nicht Gesellschaftsfähig werden.

Passend zum Refrain des ausgesuchten Liedes, in dem es heißt „Sei doch nicht farbenblind“, ließen alle Teilnehmer dann bunte Luftballons mit persönlichen Botschaften gegen Hass und für eine bunte Gesellschaft steigen.

(kim)
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