Niederzier-Krauthausen: Ausstellung lockt viele Besucher in den Keller und zwischen die Pflanzen

Niederzier-Krauthausen : Ausstellung lockt viele Besucher in den Keller und zwischen die Pflanzen

Zum 26. Mal veranstalten Barbara und Winfried Kühnlein, wohnhaft in Niederzier-Krauthausen, Feldstraße 12, in ihrem Haus einen Kunstmarkt. Keller und Erdgeschoss sowie der Garten sind Schauplätze für Nützliches, Schönes und Anregendes.

So bevölkern Scharen von Interessenten, Schaulustigen und Kaufwilligen Erdgeschoss, Keller und Garten.

Die Sprache unter den Angereisten ist nicht nur Deutsch, sondern auch Niederländisch. Der Clan der Familien Scheve und Trines aus Heerlen, zwischen zwölf und 20 Personen, ist in den vergangenen zwölf Jahren nicht mehr wegzudenken. Familie Scheve hat schon neun Pappmaché-Skulpturen, so erzählt ein Familienangehöriger, aus dem reichhaltigen Angebot von Antje Bentfeldt im eigenen Garten in Heerlen stehen. „Wir sind so etwas wie Möbel hier“, verlautet es aus dem Kreis der Niederländer, „so etwas wie Inventar.“

Die über 20 Künstlerinnen kommen aus der Region, aus dem nahen Ausland und aus noch weiter entfernten Gegenden, informiert ein Flyer über das Projekt. Für jedes Alter und für viele Geschmäcker ist etwas dabei auf den großen Tischen im Haus oder dem Rasen im Garten, wo Pappmaché-Figuren von Bentfeldt und die Holzkreationen von Luzia Rescalli Wache zu schieben scheinen.

Modeunikate aus verschiedenen Stoffen, Filzblumen, Schmuck, Keramik und jede Menge Weihnachtsdeko laden zum Betrachten und Kauf ein. Überzeugend sind die vielen unterschiedlichen Werkstoffe — was man nicht alles machen kann — aus: Papier, Glas, Stein, Stahl.

Gemälde aus Ölspachteltechnik

Bunte Schöpfungen und Installationen, Gemälde aus Ölspachteltechnik von Sandra Otten empfangen den Besucher im Eingangsbereich. Paulette Zierz gewährt mit vielen Acrylbildern auf Leinwand einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Ein Psychologe würde hinter den Gemälden von Zierz einen fröhlichen Menschen vermuten, denn die Farben sind durchweg bunt und lebensbejahend. Bunte Blumensträuße, einladende Landschaften sprechen von einem fröhlichen Leben.

Doch an den Wänden im Kellertreppenhaus werden die Farben verwaschen und lassen nur schwer Figürliches erkennen. Also hier eher Nachdenkliches als Freudiges.

Gut gelungen sind auch die Treibholzobjekte von Peter Lust. Lust hat offenbar die Gabe, in Holdstücken aller Art am Fluss- und Meeresufer oder auch am Wegesrand Figürliches zu erkennen, aus dem er mit wenigen Mitteln Kunst erschafft.

Wie in jedem Jahr wird wieder für den Verein „Wünsch dir was“ gesammelt, der kranken Kindern Wünsche erfüllt. Am folgenden Wochenende geht es am Samstag, 25. November, von 13 bis 18 Uhr weiter. Schlusstag ist Sonntag, 26. November, von 11 bis 18 Uhr.

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