Ausstellung „Augenblick Mal!“ in Lendersdorf eröffnet

Lendersdorf : Ausstellung „Augenblick Mal!“: Miteinander und Vielfalt sorgen für die Inspiration

„Auf der Basis der Kunst verstehen wir uns wunderbar, obwohl wir alle verschieden sind.“ Voller Begeisterung präsentierte Christiane Mucha die Ausstellung „Augenblick Mal!“ im „KunstRaum an der Rur“ in Lendersdorf. Die 52-jährige Künstlerin, gebürtig aus Emden, hat im Gewerbegebiet an der Hüttenstraße etwas Einzigartiges geschaffen.

Seit Februar vergangenen Jahres bietet der „KunstRaum“ Platz für Workshops, Seminare und Ateliers für Jung und Alt. Menschen zwischen sechs und 86 treffen sich dort regelmäßig, um künstlerisch tätig zu sein. Die Spannbreite reicht von klassischer Malerei bis hin zu Druckgrafiken und digitaler Kunst. Was 2016 mit nur 20 Leuten begann, hat heute bereits über 60 regelmäßige Teilnehmer, die ihre Leidenschaft ausleben. Dabei sind rund 20 kunstinteressierte Kinder und Jugendliche, deren Kunstwerke man nun ebenfalls bewundern kann.

„In der Kunst lernt man nie aus“, sagte Christiane Mucha. „Das Miteinander und die Vielfalt innerhalb unserer Seminargruppen sorgt für gegenseitige Inspiration.“ Mucha selbst leitet die „Malzeit“, hier geht es um klassisches Malen. Stets zur Seite steht ihr Andrea Kasten aus Düren. Unter ihrer Leitung finden Kurse für Acrylmalerei statt.

Wer lediglich mal in ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Form der Kunst reinschnuppern möchte, kann einen der Workshops besuchen. Für längerfristiges Arbeiten sind die Seminare gedacht, die alle 14 Tage stattfinden.

Ansonsten haben Künstler die Möglichkeit, einen der Räume anzumieten und als Atelier zu verwenden, zu dem sie Tag und Nacht Zugang haben. Dabei ist jeder Interessierte ist im „KunstRaum“ willkommen.

Blutige Anfänger arbeiten teilweise Seite an Seite mit Fortgeschrittenen und auch erfahrenen Künstlern. Ralf Abschlag (53) ist einer von Ihnen. „Hier ist Platz für meine Talente, die ich im Beruf nicht ausleben kann“, sagte der gelernte Maschinenbauingenieur aus Hürtgenwald. Einige seiner Werke zieren in der Ausstellung die Wände der Ateliers und Seminarräume. Den zahlreichen Besuchern war anzusehen, wie fasziniert sie von den vielen verschiedenen Gemälden und Kunstarbeiten waren.

„Wer zu uns kommt, hat Raum sich zu entfalten. Es gibt keine strenge Alterseinteilung — Leute, die sich gut verstehen, finden sich gegenseitig und arbeiten zusammen.“, erklärte Christiane Mucha. Ein solches Konzept sei einmalig in Deutschland.

(nie)
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