Düren: Aus der Komfortzone nach Düren: Tommi Tiilikainen neuer Cheftrainer

Düren: Aus der Komfortzone nach Düren: Tommi Tiilikainen neuer Cheftrainer

„Für mich war es an der Zeit, meine Komfortzone zu verlassen, eine neue Herausforderung zu suchen.“ Tommi Tiilikainens Komfortzone war der finnische Erstligist Kokkolan Tiikerit. Dort war der neue Trainer der SWD Powervolleys Düren vier Jahre Chefcoach, dort hat er seine größten Erfolge als Volleyball-Coach gefeiert.

„Ich wollte mich verändern“, sagt Tiilikainen. „Und mein Herz hat ‚Ja‘ zu Düren gesagt. Diese Stadt hat eine große Leidenschaft für den Volleyball. So wie ich.“

Der neue Coach will vor allem das Publikum erreichen. Volle Ränge in der Arena und begeisterte Fans sind dem 28-Jährigen ein großes Anliegen. Am 1. Juni beginnt er offiziell seinen Dienst in Düren. Foto: Sandra Kinkel

Tommi Tiilikainen war einer von 35 Bewerbern auf die Stelle des Cheftrainers bei den Powervolleys und einer, den Goswin Caro, Sportlicher Leiter der Powervolleys, und Sponsor Erich Peterhoff ziemlich schnell in die engere Wahl genommen hatten. Der ehemalige finnische Volleyballprofi Nisse Huttunen, der heute eine international agierende Sportagentur betreibt, hat die Dürener auf seinen Landsmann aufmerksam gemacht. „Tommi Tiilikainen war schon in der vergangenen Saison ein Kandidat für uns. Er ist innovativ, jung und kreativ“, sagt Goswin Caro.

Was für die Verantwortlichen der Powervolleys noch viel wichtiger ist: Tiilikainen brennt für seinen Sport. Caro: „Und mit seiner Begeisterung kann er hoffentlich auch viele andere anstecken.“ Auch wenn seine Amtszeit in Düren offiziell erst am 1. Juli beginnt, hat Tiilikainen längst mit seiner Arbeit begonnen. Mit den Dürener Verantwortlichen arbeitet er am Team für die kommende Saison. Die Telefondrähte und Internet-Kabel glühen seit Wochen. Es ist dem neuen Coach wichtig, selbst seine Mannschaft zu formen.

„Ich habe viele gute, lange Gespräche geführt“, sagt Tiilikainen. „Für mich ist wichtig, dass Spieler nicht nur sportlich ins Team passen, sondern auch menschlich. Denn wir verbringen eine lange und intensive Zeit zusammen. Und es wird uns gelingen, etwas Magisches zu erschaffen, wenn alle auf der gleichen Seite stehen.“ Tiilikainen weiß, dass der finanzielle Rahmen in Düren begrenzt ist. Caro: „Das haben wir ihm von Anfang an gesagt. Es ist uns wichtig, dass unser Club wirtschaftlich auf gesunden und sicheren Füßen steht. Deswegen sind auch drei Dinge bei der Spielerwahl wichtig: Fähigkeiten, Charakter und die finanzielle Seite.“

Draht zum Publikum

Bis übermorgen ist Tiilikainen in Düren, er hat sich die Arena angeschaut, mit den Ärzten und Physiotherapeuten gesprochen und natürlich längst auch mit den drei schon feststehenden Spielern (Michael Andrei, Jaromir Zachrich und Blair Bann) für die nächste Saison. Auch mit Ex-Trainer Anton Brams hat er sich lange ausgetauscht. Erich Peterhoff: „Brams hat in Düren ein gutes Fundament gelegt, darauf muss der neue Coach jetzt aufbauen.“ Es sei in der vergangenen Saison nicht gelungen, dass der Funke wirklich von der Mannschaft auf das Publikum übergesprungen sei. „Da erhoffen wir uns deutlich mehr.“

„Die Leute sind das Wichtigste“, sagt auch Timmi Tiilikainen. „Wir brauchen unbedingt eine gute Verbindung zu unserem Publikum.“ Erfolgreich zu sein, so der neue Trainer, bedeute für ihn, alles zu geben, um jeden Ball zu kämpfen und 100 Prozent zu wollen. „Dann werden wir auch viele Spiele gewinnen. Ganz sicher.“ Kaum verwunderlich, dass Tiilikainen modernste wissenschaftliche Trainingsmethoden nutzt. Modernes Arbeiten ist ein Aspekt für ihn, hart zu arbeiten der andere. „Wir müssen das Team der Volleyball-Bundesliga sein, das am härtesten arbeitet und am cleversten.“

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