Düren: Aus der Industrie in die Kunst

Düren: Aus der Industrie in die Kunst

„Ich habe viele Jahre in der Automobilindustrie gearbeitet. Aber das war mir einfach zu wenig”, sagt Wolfgang Heinrich, Jahrgang 1947. Der Maschinenbauer hatte eine eigene Ingenieurgesellschaft mit 500 Mitarbeitern und einen guten Job.

Seine Erfüllung aber hat der Aachener, der lange Zeit in Nörvenich gelebt hat, in der Kunst gefunden, in der Arbeit mit Holz. Die Arbeit mit dem Holz sei beruhigend, sie mache ihn zu einem anderen Menschen.

2007 hat er seinen Job an den Nagel gehangen, um sich voll und ganz der Kunst zu widmen.

Nicht von der Kunst leben

„Ich habe ja den Luxus, das ich von der Kunst nicht leben muss”, sagt er. Bis zum 1. Oktober sind seine Werke in den beiden Dürener Commerzbank-Filialen (Hans-Brückmann Straße 2-8 und Bismarckstraße 2) zu sehen.

Dem traditionellen Werkstoff Holz gibt Heinrich in seinen Objekten einen modernen Schliff. Er formt Reliefs und Möbel aus Treibholz, das er bei einem Meerspaziergang sammelt, aus alten Brettern, die einst einen Schuppen formten, oder aus Wurzelstücken, die er bei Waldspaziergängen aufliest.

In einigen Reliefs verbindet er das Naturmaterial mit Spanplatten, Metall und Mosaikspiegeln, verbindet Natur und Industrie. Mit roter Farbe unterstreicht er die Formen des Holzes. So bei einer Lichtsäule aus einem Rindenstück, dessen innere Struktur durch Farbgebung und einen hinterlegten Spiegel besonders zur Geltung kommt.

Kunstvoll gestaltete und dennoch funktionale Möbel mit ausreichendem Stauraum zeigt Heinrich in seiner Ausstellung ebenfalls. Mit roter und grauer Farbe unterstreicht er die natürliche Struktur des Holzes. Einer Wurzel, die für sich ein Kunstwerk ist, gibt er mit wenigen goldenen Tupfern einen besonderen Glanz.

In der Ausstellung zeigt Wolfgang Heinrich einen Querschnitt aus 20 Jahren seiner künstlerischen Tätigkeit. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Bank besichtigt werden.

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