Niederzier: Auf zur „Volkszählung“ auf der Sophienhöhe

Niederzier: Auf zur „Volkszählung“ auf der Sophienhöhe

Auf der Sophienhöhe, der Abraumhalde des Tagebaus Hambach, finden sich nach mehr als drei Jahrzehnten Rekultivierung über 600 Pflanzenarten wieder, die teilweise in der Rheinischen Bucht als gefährdet oder ausgestorben gelten.

Auch viele seltene Tierarten haben auf dem mehr als 200 Meter hohen künstlichen Berg neuen Raum zum Leben gefunden. Darüber hinaus sind in den Forstflächen und Feuchtbiotopen eine Reihe weiterer „Bewohner“ zu entdecken, darunter Fledermäuse, Spechte, Steinkäuze oder der selten gewordene europäische Flusskrebs, der Springfrosch, die Kreuz- und Wechselkröte sowie Rot- und Schwarzwild.

Die Forschungsstelle Rekultivierung von RWE Power geht Flora und Fauna in regelmäßigen Abständen auf den Grund. Am Samstag, 18. Juni, können zwölf Leser die Experten bei der Erfassung verschiedener Tier- und Pflanzenarten in ausgewählten Sonderbiotopen von 9 bis 13 Uhr begleiten, bei der wissenschaftlichen „Volkszählung“ tatkräftig unterstützen und dabei aus erster Hand Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt der Sophienhöhe erhalten.

Unterstützt werden die Biologen von RWE Power an diesem Tag vom Kölner Büro für Faunistik und weiteren Fachleuten aus dem Naturschutz der Region. Das Angebot richtet sich an Personen, die in besonderem Maße naturkundlich interessiert sind, aber nicht einschlägig vorgebildet sein müssen. Aber die Teilnehmer sollten gut zu Fuß sein. Die Kartierung ist kein Sonntagsspaziergang, betont RWE.

Sie findet bei fast jedem Wetter statt und erstreckt sich auf unwegsames Gelände. Festes Schuhwerk ist daher Pflicht. Die Transfers auf die Sophienhöhe und zwischen den Biotopen erfolgen mit Bussen. Nach der Datensammlung treffen sich alle Beteiligten in der Damwildhütte auf der Sophienhöhe und tragen ihre Ergebnisse bei einem kleinen Imbiss zusammen.

(ja)
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