Kreuzau: Arbeiten aus dem Kunstunterricht: Ein Salon voller Schätze

Kreuzau: Arbeiten aus dem Kunstunterricht: Ein Salon voller Schätze

Wie der „Spiegel” in einem Forschungsauftrag Anfang des Jahres feststellte, krankt das Bildungssystem in Nordrhein-Westfalen (NRW) vor allem wegen eines gravierenden Mangels an künstlerischer Bildung. Damit landete NRW auf den hinteren Plätzen der Bildungsregion Deutschland und musste sich den Titel „Meck-Pom des Westens” gefallen lassen.

Dieses Manko hat das Gymnasium Kreuzau auf keinen Fall. Hier wird ganzheitliche ästhetisch-künstlerische Bildung groß geschrieben.

Jetzt wurde der diesjährige Kunstsalon mit einer großen Vernissage eröffnet. In der jährlich statt findenden Werkschau zeigen Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen, welche Talente in ihnen stecken.

„Die Werke sind im Kunstunterricht entstanden und reichen von Zeichnung und Malerei über Fotografie und Collage bis zu Skulpturen und architektonischen Modellen”, erklärt die Initiatorin und Kunstlehrerin Katrin Schiffbauer-Lankes bei der Eröffnung.

Den Kunstbegriff auf Werke der bildenden Künste zu beschränken, schien den Kuratoren zu eng gedacht. Zur Kunst zählen eben auch Theater, Mode, Licht, Musik.

Kurzes Theaterstück

Aus diesem Grund zeigten Schülerinnen und Schüler einen kurzen Ausschnitt aus dem Theaterstück „Kunst” der französischen Autorin Yasmina Reza. Darin diskutieren auf amüsante Weise drei Freunde über den Kunstgehalt eines rein weißen Gemäldes. Die Jugendlichen zeigten den Ausschnitt in französischer Sprache mit Simultanübersetzung und begeisterten ihr Publikum. Abgerundet wurde die gelungene Vernissage des Kunstsalons durch eine Modenschau, die durch kunstvollen Einsatz von Licht und Ton zu einem eigenen Kunstwerk wurde.

Der Kunstsalon des Gymnasiums kann noch bis Samstag, 29. September besucht werden und ist damit der offizielle Auftakt der achten Kreuzauer Kunsttage.