Starkregen in Kreuzau: Anwohner tragen Mitschuld am Wasser im Keller

Starkregen in Kreuzau : Anwohner tragen Mitschuld am Wasser im Keller

Die endgültige Auswertung nach dem Starkregen am 23. September im Zentralort liegt nach Angaben der Verwaltung noch nicht vor, jedoch seien die betroffenen Anwohner „nicht ganz unschuldig“, dass an jenem Sonntag insgesamt 26 Keller vollgelaufen waren.

Das sagte Bürgermeister Ingo Eßer (CDU) im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend. Denn eine Untersuchung habe ergeben, dass bei den betroffenen Anwohnern die vorgeschriebenen Rückstauklappen fehlten oder nicht mehr intakt waren. Die Verwaltung verweist außerdem auf eine Anmerkung des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER), der von einem „einmal in drei Jahren auftretenden Abflussereignis“ spricht.

Das Schmutzwasser ist in die Keller gelaufen, weil der Schmutzwassersammler des WVER an allen betroffenen Kellern entlang läuft, in den bei Unwettern auch Regenwasser eingeleitet wird. Somit kommen die kommunalen Kanäle als Auslöser nicht infrage, betont die Verwaltung.

Da das Thema Rückstauklappen nunmal keins ist, mit dem sich die Bürger ständig beschäftigen, will die Gemeinde eventuell im Amtsblatt oder in anderer Form Hauseigentümer dafür sensibilisieren, die Klappen zu überprüfen.

(cro)
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