Raffelsbrand: Anwohner des Peterbergs protestieren gegen Windkraft-Pläne

Raffelsbrand: Anwohner des Peterbergs protestieren gegen Windkraft-Pläne

Bis zu fünf Windräder mit einer Gesamthöhe von 200 Metern sollen in Raffelsbrand errichtet werden. So sehen es die Planungen der Gemeinde Hürtgenwald für die Konzentrationszone „Peterberg“ vor.

„Der Abstand zur Wohnbebauung beträgt teilweise nur 350 Meter. Das ist rechtlich möglich, aber ist es auch gerecht?“, fragen sich Bewohner der Straße „Am Peterberg“, der Wollseifener Straße und der Ringstraße. Etwa 50 Menschen haben sich bislang zusammengeschlossen, um gegen die Pläne zu protestieren.

„In anderen Teilen der Gemeinde sind 1000 Meter Abstand zu den Häusern der Menschen nicht genug, bei uns konzentriert sich alles direkt vor der Haustür“, geht Anwohnerin Anita Rüttgers auf die erfolgreichen Proteste gegen Windkraftanlagen beispielsweise in Gey ein. Anders als bei geschlossenen Siedlungsbereichen gelten am Peterberg zwar andere Abstandsregelungen, die Anwohner jedoch fühlen sich wie „Bürger zweiter Klasse“. Sie befürchten erhebliche Belastungen durch die 200 Meter hohen Räder sowie einen Wertverlust ihrer Immobilien. „Wir haben schon genug Belastung wegen der B 399“, befürchtet Artur Schoenen einen weiteren „Verlust von Wohnqualität“.

Die Anwohner des Peterbergs fordern die Gemeinde auf, die Planungen, im gemeindeeigenen Wald fünf Windräder zu errichten, zu stoppen. Oder zumindest mit der Gemeinde Simmerath, die jenseits der Gemeindegrenze ebenfalls solche Anlagen plant, einen gemeinsamen Park zu errichten zu len. „Mit deutlich größeren Abständen zu den Häusern und Höfen“, betont Anwohner Frank Thönneßen. Die Anwohner haben alle Vossenacker Ratsvertreter für Donnerstag, 18. September, 20 Uhr, zu einem Gespräch eingeladen.

(sj)
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