Vossenack: Anwohner beklagen „neue Eskalation“ auf der Panoramastraße

Vossenack : Anwohner beklagen „neue Eskalation“ auf der Panoramastraße

Die Bürgerinitiative (BI) gegen Motorradraser spricht in einer E-Mail von einer „neuen Eskalation“, die sie am Freitag auf der Panoramastraße unterhalb von Vossenack beobachtet habe. Auf Höhe des ersten Parkplatzes auf der L218 nach dem Ortsausgang sind Start- und Zielmarkierungen auf die Fahrbahn gesprüht worden.

Dort seien über das Wochenende verteilt Motorradgruppen Rennen gefahren, heißt es in der E-Mail weiter. Diese Situation sei laut der BI ein neuer Höhepunkt, nachdem die vor der Motorradsaison angekündigten verstärkten Kontrollen doch erste Erfolge gezeigt hätten — sprich eine Beruhigung des sonst so regen Zweiradverkehrs. Am Wochenende sei dann wieder „die Hölle los“ gewesen.

Start und Ziel am Panoramastraßen-Parkplatz unterhalb von Vossenack: Diese Markierungen sollen laut Anwohnern für Motorradrennen dienen. Foto: Rose

„Keine Verdächtigungen“

Gegen 14 Uhr am Freitag wandte sich die BI telefonisch an die Polizei, die das auch am Montag auf Anfrage bestätigte. Wie Sprecherin Inna Bayer berichtete, hätten die Polizisten sowohl unmittelbar nach dem Anruf als auch auf einer weiteren Streife im Laufe des Tages keine verdächtigen Beobachtungen gemacht, die auf die von den Anwohnern beschriebenen Rennen hingedeutet hätten.

„Der Leiter der Direktion Verkehr wird sich die Situation auch noch einmal anschauen“, betonte Bayer, geplant sei Dienstag. Weil das Wetter am Mittwoch und Donnerstag wieder sommerlich sein wird, sagte Bayer auf Nachfrage, dass Polizisten gerade an diesen Tagen auf der Panoramastrafe unterwegs sein werden.

Ob die berüchtigten Motorradraser die Markierungen aufgesprüht haben, ist nicht geklärt. Sicher ist zumindest, dass die Start- und Ziellinien nicht vom Dürener Motorsport Club (DMC) stammen, der am Samstag, 8. September, seine Bergprüfung für Oldtimer-Autos auf dem Streckenabschnitt veranstaltet. „Unser Team wird die Markierungen erst am Freitag vor der Veranstaltung anbringen“, betonte DMC-Präsident Herbert Koep, dass die Markierungen nichts mit einer frühen Vorbereitung zu tun hätten.

Stefan Grießhaber von der Gemeinde Hürtgenwald teilte auf Anfrage mit, dass es sich bei den Sprühmarkierungen weder um eine von der Gemeinde genehmigte Aktion gehandelt habe noch wisse das Ordnungsamt, wer für die Markierungen verantwortlich sei.

Dauerhaft werden die Start- und Ziellinien jedoch nicht mehr sein, wie Bernd Aulmann von Straßen.NRW auf Anfrage äußert. „Wir werden die Schriftzüge schnellstmöglich entfernen, der Auftrag an die Straßenmeisterei ist bereits erteilt“, sagte der Pressesprecher. „Ich gehe davon aus, dass das noch diese Woche passieren wird.“ Auch ihm würden keine Anhaltspunkte vorliegen, wer die Markierungen angebracht haben könnte.

Erneute Forderung

Weil die Situation für die Anwohner kurzzeitig wiederholt unerträglich geworden sei, fordert die Bürgerinitiative erneut ein härteres Vorgehen auf der Panoramastraße.

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