Düren: „Ampel“ vertagt Alkoholverbot in der Dürener City

Düren : „Ampel“ vertagt Alkoholverbot in der Dürener City

Die Entscheidung über ein Alkoholverbot in der Dürener City ist vertagt worden. Die „Ampel“-Koalition will sich erst festlegen, wenn klar ist, wie begleitende Maßnahmen aussehen könnten. „Wir haben immer ein Konzept gefordert, damit es nicht nur zu einer Verdrängung kommt“, sagte Henner Schmidt im Stadtrat.

Ein bloßes testweises Alkoholverbot würde die Menschen, die jetzt offen in der Innenstadt trinken, nur in andere Bereiche führen. Die CDU wollte dagegen am Mittwochabend bereits eine Entscheidung fällen, um die „rechtliche Grundlage für ein Verbot zu schaffen“, wie Fraktionsvorsitzender Stefan Weschke sagte. Dem Christdemokraten schwebt ein Zeitraum vom 15. Mai bis 30. September vor.

SPD, Grüne, Linke und FDP haben die Stadt aufgefordert, einen Sachstandsbericht zu liefern, aus dem hervorgeht, wie Gespräche mit der Verein „Invia“, dem Dürener Service Betrieb oder dem Kreis Düren verlaufen sind. Im Zuge der Haushaltsberatungen hatten „Ampel“ und CDU sich darauf verständigt, die Zahl der städtischen Sicherheits- und Ordnungskräfte von 11 auf 13 zu erhöhen. Zudem sollen vier Parkranger, die vom DSB gesteuert werden, in großen Grünanlagen nach dem Rechten sehen. Sicherheitskräfte, die der Kreis Düren in der Rurtalbahn einsetzt, sollen bei Bedarf von der Stadt gegen eine Gebühr eingesetzt werden. Überdies werden 1,5 neue Stellen für Straßensozialarbeit geschaffen. „Für all das brauchen wir ein Konzept“, sagte Grünen-Sprecherin Verena Schloemer.

Die CDU hat eine andere Sichtweise. „Wir brauchen zunächst den Grundsatzbeschluss. Die Zeit drängt, sonst können wir diesen Sommer am Ende kein Alkoholverbot mehr testen“, betonte Weschke. In ähnlicher Weise argumentierte Bürgermeister Paul Larue (CDU). Die Christdemokraten sind der Ansicht, genau so sei die Vorgehensweise im Rahmen der Haushaltsberatungen verabredet gewesen. Die „Ampel“ sieht das anders und unterstreicht, sie habe immer betont, dass ein Alkoholverbot nur mit einem begleitenden Konzept umzusetzen sei.

Sollte in der Sitzung im Mai die Stadt ein Konzept vorlegen, würde man weitersehen, sagte „Ampel“-Sprecher Schmidt. Larue betonte, dass die Probleme durch Alkohol trinkende Gruppen speziell rund ums Rathaus größer würden.

(inla)
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