American Football: Düren Demons wollen den Aufstieg schaffen

American Football : Die Düren Demons starten mit neuem Trainer in die neue Saison

Die Düren Demons starten am Samstag, 4. Mai, mit einem Heimspiel und dem neuen Trainer Sebastian Granderath in die Saison. Das Ziel ist klar formuliert: Die Mannschaft will in die Landesliga aufsteigen.

„Football ist wie Schach auf einem Spielfeld. Dieser Sport hat mich einfach verhaftet.“ Sebastian Granderath ist 35 Jahre alt, und wenn er „dieser Sport“ sagt, dann spricht der selbstständige Kaufmann von American Football. Granderath war 16 Jahre alt, als ihn ein Freund mit zum Training in Duisburg genommen hat, und gleich vom ersten Moment an war er absolut begeistert. Es sei vor allem die Mischung aus Körperlichkeit und Taktik, erklärt Granderath, die ihn so sehr fasziniere.

Granderath hat selbst in Duisburg, Düsseldorf und Aachen Football gespielt, außerdem ist er als Schiedsrichter unterwegs. „Verletzungsbedingt musste ich mit dem aktiven Sport aufhören“, sagt er. „Aber nur Schiedsrichter zu sein, hat mich einfach nicht ausgelastet. Deswegen habe ich mich entschlossen, Trainer zu werden.“ Granderath hat die notwendigen Trainerlizenzen erworben, seit dieser Saison trainiert er die Düren Demons und hat das sportliche Ziel für das Team, das derzeit in der untersten Amateurklasse, der NRW Liga, spielt, klar vor Augen. „Wir wollen in die Landesliga aufsteigen“, sagt er. „Wir haben das Trainerteam und die Mannschaft deutlich verstärkt. Ich bin überzeugt, dass dieses Ziel absolut realistisch ist.“

Ziel beim American Football ist es, den eiförmigen Ball möglichst schnell in die Endzone des Gegners auf dem Spielfeld zu bringen. Granderath: „Auf dem Spielfeld stehen sich immer elf Angreifer und elf Verteidiger gegenüber. Der Trainer gibt die Spielzüge vor, mit denen seine Mannschaft arbeiten soll.“ Der Einfluss des Coaches ist also beim American Football deutlich größer als beispielsweise beim Fußball. Granderath: „Der Trainer muss das Spiel innerhalb kurzer Zeit analysieren und möglichst immer die richtigen Spielzüge auswählen. Das bedeutet auch eine hohe Verantwortung.“

Keine fiesen Fouls

American Football ist eine Sportart mit unglaublich viel Körperkontakt. Für den Laien sieht es manchmal so aus, als würden die Sportler mit riesiger Wucht und völlig planlos gegeneinander laufen. „Das ist natürlich nicht so“, sagt Granderath. „Alles hat System. Was stimmt ist, dass es sehr viel Körperkontakt gibt.“ Trotzdem sei Football grundsätzlich eine eher verletzungsarme Sportart. „Weil alle auf den Kontakt eingestellt sind und wissen, was sie erwartet. Hinterhältige Fouls gibt es bei uns eigentlich nicht.“

Bevor er Trainer bei den Demons geworden ist, kannte Granderath die Dürener Footballer nur als Schiedsrichter. „Die Atmosphäre in Düren ist sehr besonders. Bei den Heimspielen sind immer um die 300 Leute da. Darauf freue ich mich natürlich sehr.“

Amerikanische Soldaten haben die aus den USA stammende Sportart nach dem Zweiten Weltkrieg nach Europa gebracht, mittlerweile wird American Football auch hierzulande immer beliebter. Es gibt mit der „German Football League“ (GFL) sogar in Deutschland eine eigene Profiliga. In Düren wird seit mehr als 15 Jahren Football gespielt. „Unser Sport boomt“, sagt Granderath. „Es gibt immer mehr Vereine. American Football ist einfach sehr attraktiv.“ Übrigens auch für die Zuschauer. „Auf dem Spielfeld passiert viel, aber auch daneben“, sagt der Trainer und meint damit nicht nur die Cheerleader, die ihre Mannschaft anfeuern. „Wir haben ein richtiges Rahmenprogramm, und die Spiele werden auch live kommentiert. Das macht Spaß.“

Um aufzusteigen, müssen die Demons am 4. Mai unbedingt gewinnen und möglichst auch ihre anderen Gruppengegner aus Neuss und Erfstadt schlagen, um eine gute Ausgangssituation für die Play-offs zu bekommen.

Mehr von Aachener Nachrichten