Aktion Kulturrucksack startet in Düren mit einem vielfältigen Angebot

Start des Kulturrucksacks in Düren : Von der Stadtrallye bis zur Digitalisierung

Die Aktion „Kulturrucksack“ NRW hält für Kinder und Jugendliche aus Düren wieder ein breites und vielfältiges Freizeit- und Kulturangebot vor. Ob „Musical Dance“, Graffiti, das Bauen von Bienenhotels oder Stadtrallyes: 2019 soll der „Kulturrucksack NRW“ vor allem den Kindern und Jugendlichen, die mit Stadtbücherei und Museum bisher weniger anfangen konnten, ansprechen.

Für den „Kulturrucksack“ konnten sich interessierte Einrichtungen bei der Organisatorin Alexandra Oidtmann melden und ein Angebot bei der Landesstelle einreichen. Die beantragten Programmpunkte wurden dann – falls angenommen – mit bis zu 3000 Euro gefördert. In diesem Jahr wird das Projekt in Düren mit insgesamt 19.597 Euro vom Kultusministerium unterstützt. Die Fördersumme ergibt sich aus den im Kreis lebenden Jugendlichen, in diesem Jahr sind das 4.477 im Alter von zehn bis vierzehn Jahren.

Ulla Struve vom Jugendtreffpunkt „MultiKulti“ freut sich: „Es ist toll, dass wir Sozialarbeiter sowie freie Künstler wieder so an einem Strang ziehen, um den Dürener Kids ein breitgefächertes Kulturangebot machen zu können“. Besonders Kindern aus bildungsfernen Schichten soll der Rucksack Freizeitmöglichkeiten bieten, weshalb jeder Kurs und jeder Workshop gebührenfrei ist. „Ein solches Projekt ist in einer sozialen Stadt wie Düren sehr wichtig, und ich bin froh, dass es auch dieses Jahr wieder möglich war, ein so abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen,“ sagt Bürgermeister Paul Larue.

Der Vorteil des Rucksacks ist, dass viele Aktionen, einmal konzipiert, problemlos wiederholt werden können. Die erfolgreiche „Stadtrallye ins Mittelalter“ aus dem verganengen Jahr ist dafür ein Paradebeispiel. Denn sie kann mit den eigens angeschafften GPS-Geräten immer wieder stattfinden. Hierbei erkunden die Kinder die Innenstadt, lösen Fragen, knacken Rätsel, und finden heraus, wie das Leben vor 700 Jahren war.

Neben Mosaikbasteleien, Malworkshops und Nähkursen steht 2019 erstmals auch das Thema Digitalisierung und der Umgang mit Medien auf dem Programm. „Wir Sozialarbeiter werden in Sachen Digitalisierung immer dazu angehalten, Präventionsarbeit zu leisten und den Kindern die Gefahren von Cybermobbing &. Co. nahe zu bringen. Das ist zwar wichtig, doch die Chancen und Vorteile der digitalen Welt werden dabei gänzlich außen vor gelassen. Mit unserem Workshop möchten wir zeigen, wie man auf kreative Weise mit Smartphone und Technik umgehen kann“, erklärt Marc Schmitz vom Jugendzentrum Bonifatius. Dazu entwerfen die Kinder eigens ein sogenanntes „Jump n‘ Run“-Spiel. Das ist ein Videospiel, bei dem eine Figur durch das Tippen auf den Bildschirm laufen und über Hürden springen kann.

Auch das Leopold-Hoesch-Museum nimmt mit seinem Programm „Farbe, Form und Fantasie“ erneut am Kulturrucksack teil und darf sich darüber freuen, den Künstler Thomas Arnolds als Workshopleiter gewonnen zu haben. „Bei uns können die Kids in die Schuhe eines Profikünstlers stapfen. Mit dem Pinsel in der Hand, bunten Farben und riesigen Leinwänden sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Werke dürfen nach Projektende natürlich in einer eigenen Ausstellung bewundert werden.“ erzählt Jeannine Bruno, Leiterin der Kunstvermittlung am Leopold-Hoesch-Museum.
Startschuss ist am kommenden Samstag. Bei weiteren Fragen steht Alexandra Oidtmann (a.oidtmann@dueren.de) zur Verfügung. www.kulturrucksack.nrw.de

(ms)
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