Abstriche für Fortuna Maubach

Pachtvertrag : Abstriche für Fortuna Maubach

Die Kreuzauer Politik hat am Dienstag erneut teilweise hitzig über die Zukunft der Fußballplätze in Üdingen und Untermaubach diskutiert.

Am Ende einigte sich der Haupt- und Finanzausschuss, dem Rat für den 11. Dezember eine Empfehlung auszusprechen. Es ist ein Kompromiss, mit dem sich Fortuna Maubach zwar nicht gänzlich als Verlierer sehen kann, aber Abstriche machen müsste.

Im ursprünglichen Beschlussvorschlag stand, dass der Pachtvertrag schon jetzt um fünf Jahre bis Ende März 2026 verlängert wird. Nach intensiver Diskussion einigten sich die Politiker auf den 30. Juni 2024. Diesen Kompromiss hatte SPD-Fraktionssprecher Rolf Heidbüchel stark forciert, der sich erst ziemlich deutlich dafür aussprach, den Vertrag überhaupt nicht zu verlängern, dann aber Ende 2023 vorschlug. In seinen Augen sollte die SG Rurtal (Fortuna Maubach und Sportfreunde Üdingen) erst beweisen, dass sie eine Jugendabteilung aufbaut.

Die Vorsitzenden Volker Niemann (Untermaubach) und Johannes Friederichs (Üdingen) hatten im Oktober erklärt, derzeit zehn Trainer auszubilden, um 2019 sechs Mannschaften zu melden. Das Vorhaben lobte SPD-Mann Heidbüchel, stellte die Aussicht auf Erfolg jedoch infrage „Ich würde mich freuen, wenn überhaupt eine Mannschaft zusammenkommt.“ Er betonte indes auch: „Ich wünsche mir, dass wir den Pachtvertrag verlängern können.“

CDU-Sprecher Ralf Nolten antwortete: „Was ich dem einen Verein zugestehe, sollte ich auch dem anderen zugestehen.“ Denn der Üdinger Platz soll – auch im Sinne des Dorflebens – nicht verkauft werden. Parteikollege Adolf Breuer empörte sich über Heidbüchels Ansicht, gar nicht zu verlängern: „Wie soll ein Verein Jugendliche anwerben, wenn sie nur für ein Jahr spielen können? Wir tun uns nichts, um fünf Jahre zu verlängern.“

(cro)
Mehr von Aachener Nachrichten