Düren: Abschied nehmen in einem würdigen Rahmen

Düren: Abschied nehmen in einem würdigen Rahmen

In der Bestattungskultur hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Die Dürener Friedhofsverwaltung versucht den neuen Anforderungen zum Beispiel hinsichtlich pflegefreier Bestattungsformen so weit wie möglich Rechnung zu tragen.

Auch einer anderen Entwicklung stellt sie sich: Häufig kommen zu Trauerfeiern nur wenigen Personen, die sich in der großen Halle verlieren. Deshalb wurde jetzt ein Raum eingerichtet, in maximal 20 Personen Platz finden.

Der Raum für die Abschiednahme im kleinen Rahmen wurde sehr ansprechend gestaltet. Er ist hell und freundlich und geschmackvoll eingerichtet. An der Stirnseite ist ein großes Kreuz aufgehängt, das früher auf dem alten katholischen Friedhof in der Kölnstraße stand. Es ist im Auftrag der Friedhofsverwaltung von einem Dürener Schlosser sorgsam restauriert worden. Fehlende Teile im Bereich des Sockels wurden passend ergänzt.

Vor dem Kreuz kann während einer Trauerfeier ein Sarg oder ein Urnentisch stehen. Eine Lautsprecheranlage und ein CD-Spieler stehen auf Wunsch für eine musikalische Untermalung zur Verfügung.

Die Friedhofsverwaltung, die zu Dürener Service-Betrieb (DSB) gehört, bietet eine breite Palette individueller Bestattungsformen an. Georg Fittkau, Leiter der Friedhofsverwaltung: „Zusammen mit der Wahlmöglichkeit der Bestattung auf der Friedwiese, im Friedpark, im Friedgartenn und in Reihengräbern mit Kennung werden immer häufiger inbesondere die so genannten Urnenstelen als Alternative zur traditionellen Erbestattung gewählt.”

Diese Stelen werden in einem Druckguss-Verfahren hergestellt, wobei die einzelenen Kammern mit Granitplatten verschlossen werden. Fittkau: „Auch auf die attraktive Getsaltung der unmittelbaren Umgebeung wird von unseren Pflegeteams besonders Wert gelegt. Bänke in unmittelbarer Nähe bieten die Möglichkeit, länger an der Urnenstele zu verweilen.

Die pflegefreien Bestattungsformen richten sich vor allem an den Personenkreis, für den eine individuelle Grabpflege zum Beispiel aufgrund von Krankheit oder Ortsferne nicht möglich ist.

Auch können natürlich finanzielle Überlegungen bei der Wahl der Bestattungsform eine entscheidende Rolle spielen.

Georg Fittkau rät im Übrigen dazu, sich frühzeitig mit der Bestattungsfrage auseinander zu setzen: „Eine frühzeitige eingehende Beratung kann manche Sorge nehmen.”

Ab sofort regelmäßige Informationsgespräche

Zu den pflegefreien Bestattungsarbten werden ab sofort im Café-Pavillon der Trauer- und Begegnungsstätte auf dem Neuen Friedhof regelmäßig Informationsgespräche angeboten. Sie finden an jedem ersten Dienstag eines Monats von 15 bis 17 Uhr statt.

Ergänzend ist bei der Friedhofsverwaltung ein aktuelle erstelltes Faltblatt erhältlich, das über die wichtigsten Alternativen informiert.

Anmeldungen zu den Informationsgesprächen und auch zur individuellen Beratung nimmt die Friedhofsverwaltung, Friedenstraße 76, telefonisch unter 02421/971077 und 971078 entgegen.

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