Heimbach-Gruppe: 90 Mitarbeiter bekommen neuen Arbeitgeber

Heimbach-Gruppe : 90 Mitarbeiter bekommen neuen Arbeitgeber

Die Heimbach-Gruppe mit Stammsitz in Mariaweiler konzentriert sich in Zukunft auf die Kerngeschäftsfelder Papier­maschinen­bespannungen und andere spezielle technische Textilien.

Aus diesem Grund wird sich das Familienunternehmen von der 2007 gegründeten Mariaweiler Filtration GmbH, die textile Filtermedien und damit verbundene Serviceleistungen für industrielle Anwendungen anbietet, trennen. Die Unternehmenssparte mit 90 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 16 Millionen Euro wird zum 1. Januar an die Firma Kayser Filtertech aus dem niedersächsischen Einbeck verkauft, mit der die Heimbach-Gruppe bereits seit Jahren kooperiert.

„Der Zusammenschluss ist eine konse­quente Maßnahme, um die Marktposition für beide Seiten langfristig zu verbessern“, erklärt Dr. Ralf Kaldenhoff, Geschäftsbereichsleiter Technische Textilien der Heimbach-Gruppe. Für die Beschäftigten am Standort Mariaweiler ändere sich nichts, versichert sein Kollege Peter Michels.

Alle Arbeitsverhältnisse gehen gemäß § 613a des Bürgerlichen Gesetzbuches an den neuen Inhaber über. Es sei erklärter Wille beider Partner, dass die Produktion in Mariaweiler erhalten bleibt. Beide Firmen haben sich daher auf einen langfristigen Mietvertrag verständigt. Lediglich bei Verwaltung und Vertrieb könne es mittelfristig zu Synergien kommen, erklärt Michels auf Nachfrage.

„Wir sind überzeugt, dass wir mit vereinten Kräften einen größeren Mehrwert für unsere Kunden erzielen und unser nachhaltiges Wachstum, insbesondere im europäischen Markt, deutlich aus­bauen werden“, begründet Kayser-Geschäftsführer Lukas Armatys die Akquisition.

Mit kartellrechtlichen Bedenken gegen die Übernahme rechnet Peter Michels nicht. Mit in Zukunft rund 45 Millionen Euro sei der Branchenumsatz nicht groß genug.

(ja)