Vossenack: 79 Fahrer und ihre Oldies bieten ein faszinierendes Bild

Vossenack: 79 Fahrer und ihre Oldies bieten ein faszinierendes Bild

Die „ADAC-DMC-Vossenack-Bergprüfung” am Sonntag war zwar ein Autorennen, aber zugleich auch ein lebhaftes Treffen von Motorsportfreunden aus Nah und Fern. Der Dürener Motorsport-Club leistete hierfür mit seinem Organisationsteam ganze Arbeit.

Im vorigen Jahr hatte man erstmals den Versuch gestartet, eine alte Tradition wieder aufzunehmen: Das beliebte Bergrennen, das der Dürener Motorsport-Club (DMC) zwischen 1974 und 1985 auf der „Panoramastraße” zwischen dem Kalltal und Vossenack durchgeführt hatte, sollte wieder aufleben. Allerdings mit historischen Autos.

Die Resonanz auf dieses erste Revival war sehr positiv, und der DMC sah sich ermutigt, am letzten Wochenende erneut zum Bergrennen einzuladen. Es meldeten sich 79 ambitionierte Fahrer an, um mit den unterschiedlichsten Modellen ihr fahrerisches Können unter Beweis zu stellen. Den Zuschauern bot sich ein faszinierendes Bild, als sie durchs Fahrerlager schlenderten und die Wagen bewunderten. Der älteste, ein MG aus dem Jahre 1933, wurde von Peter Kubitza gefahren. Da reihten sich Porsche und Mercedes an Alfa Romeo, Volvo und Isetta, lauter gepflegte, schicke, blitzsaubere Oldies. Und wenn sie zum Start gewunken wurden und ihre Motorgeräusche ertönen ließen, lief es den Motorsportfreunden kalt den Rücken runter!

Viele kamen zum Schauen, die Ahnung hatten und im Nu in Fachgespräche vertieft waren. Andere wollten einfach einen Eindruck gewinnen vom Bergrennen, bei dem es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Gleichmäßigkeit ging. Auf knapp drei Kilometern bergan nach Vossenack waren einige Kurven zu bewältigen, die erhebliche Anforderungen an die Fahrkunst stellten. Die Strecke musste dreimal absolviert werden. Mit Freude und Respekt wurden Fahrerlegenden wie Kurt Ahrens (ehemaliger Porsche-Werksfahrer), Hubert Hahne (ehemaliger Tourenwagen-Europameister) oder Kurt Thiim (ehemaliger DTM-Champion) begrüßt, die dieser Veranstaltung ein besonderes Flair verliehen.

Bereits am Samstag fanden Trainingsläufe statt. Und es gab eine beeindruckende Demonstration von Bugattis, denen die Zuschauer applaudierten „Das war ein Kraftakt”, meinte lächelnd der Geschäftsführer des DMC, Herbert Koep, „es wollte nämlich auch noch eine große Hochzeitsgesellschaft hier durch, die zur Mestrenger Mühle fuhr”. Dazu kam dann der Linienbus. Es wurde ein wenig eng, „aber mit gegenseitiger Rücksicht haben wir die Situation gemeistert”.

Am Sonntag ging es um die Platzierungen. Ab 9 Uhr rief Fahrtleiter Eberhard Hess die Teilnehmer an den Start. Das Wetter war recht kühl, aber die Straße blieb trocken. Es fanden sich immer mehr Zuschauer ein, die ihre Freude an den schönen Oldtimern hatten. Sie wurden mit Shuttle-Bussen hin- und hergefahren, ein Service, den man gern in Anspruch nahm. Im gemütlichen Zelt konnte man eine Stärkung zu sich nehmen.

Man sah den Organisatoren ihre Freude über die gelungene Veranstaltung an. Mit Unterstützung von 85 Helfern wurde das Bergrennen zu einem Erlebnis. Ergebnisse findet man auf der Homepage www.dmc-motorsport.de.