5. Internationales Suppenfest im Dürener Norden

In 13 Suppentöpfen köchelt es vor sich hin : Buntem Stadtteil in die Kochtöpfe schauen

Völkerverständigung geht durch den Magen. Ungarische Gulaschsuppe, thailändische Hühnersuppe, serbische Bohnensuppe, deutsche Kartoffelsuppe und ein Kichererbsen-Koriander-Eintopf aus Somalia: Nord-Düren ist ein bunter und internationaler Stadtteil.

Beim Suppenfest im „Haus für Alle“ lassen sich die Bürger gerne in die Kochtöpfe gucken. Probieren gehört natürlich ebenso dazu wie der Austausch von Rezepten und Zubereitungstipps.

Zum fünften Mal hatte die Kochgruppe der Stadtteilvertretung Nord-Düren zu diesem kleinen, aber feinen kulinarischen Festival eingeladen. Das Suppenfest ist mittlerweile also nach rheinischem Standard längst eine Tradition. Zur Freude der Organisatoren kommen jedes Jahr auch mehr als 100 Gäste, um auf Entdeckungsreise zu gehen. „Es freut uns besonders, dass jedes Mal auch neue Gesichter dabei sind, neue Bewohner des Stadtteils eine Suppe mitbringen“, sagt Gabi Saus im Namen der ganzen Kochgruppe.

Mit Jupp Schmitz‘ Gassenhauer „Es ist noch Suppe da!“ hatte sie die Gäste im „Haus für Alle“ begrüßt. Keine Übertreibung, denn auf den Kochplatten blubberte es in 13 Suppentöpfe vor sich hin – ein essbares Zeichen für die Internationalität des Stadtteils. Erstmals gab es in diesem Jahr nach dem namensgebenden Hauptgang auch selbstgebackene Plätzchen sowie Kaffee und Tee, damit die Gäste noch zu einem Plausch verweilen konnten.

„Wir wünschen uns ein friedliches Miteinander aller Menschen. Das Suppenfest ist ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einer gelingenden Integration“, ist Gabi Saus davon überzeugt, dass Veranstaltungen wie diese den richtigen Rahmen bieten, um seine Nachbarn kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen. Und das Fest wird von der Nachbarschaft angenommen: Mehrere Teilnehmerinnen des Sprachkurses, der vier Mal die Woche in der Begegnungsstätte stattfindet, hatten Suppen mitgebracht, eine Gruppe Bewohner des Gerd-Bonn-Meuser-Hauses der Dürener Lebenshilfe gehört schon zu den Stammgästen.

Wer Lust auf Kochen und Essen in der Gemeinschaft hat, aber nicht bis zum sechsten Suppenfest warten möchte, ist in der offenen Kochgruppe der Stadtteilvertretung herzlichen willkommen. Einmal im Monat wird abends von 18 bis 21 Uhr der Herd angefeuert. Die Daten werden per Aushang im „Haus für Alle“ bekanntgegeben, Infos gibt es auch telefonisch unter 0157/740 74-268.

(sj)
Mehr von Aachener Nachrichten