34. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft findet ohne Mittelrheinligisten statt

34. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Düren : Topteams meiden Duelle mit unterklassigen Clubs

Wer an diesem Wochenende Hallenfußball-Stadtmeister werden will, ist gut beraten, wenn er kurzfristig vielleicht noch Neunmeter-Schießen übt.

Das zeigt ein Blick aufs Vorjahr, als nicht nur das Finale zwischen Bezirksligist Sportfreunde Düren und dem damaligen Landesligisten GFC Düren 99 (7:5) vom Neunmeter-Punkt entschieden wurde, sondern auch beide Halbfinalspiele. Und Spannung verspricht auch die 34. Auflage, zu der Gastgeber Viktoria Birkesdorf in der Vorrunde neben dem eigenen Team noch 19 Mannschaften aus dem Fußballkreis Düren begrüßt.

Damit ist die Teilnehmerzahl erneut rückläufig, waren es im Vorjahr doch noch 23 Teams. Den erklärten Favoriten gibt es diesmal nicht, da die beiden Mittelrheinligisten einen Bogen um die Stadtmeisterschaft machen. Viktoria Arnoldsweiler hat gar nicht erst gemeldet. Die „Erste“ tritt nach ihrem Vorrunden-Aus beim Hallencup unserer Zeitung in der kommenden Woche nur noch bei der inoffiziellen Kreismeisterschaft in Jülich an, wie der Vorsitzende Achim Greiff erklärt, und das Risiko mangels Spielern der „Zweiten“ wie im Vorjahr kurzfristig absagen zu müssen, wollten die „Kleeblätter“ nicht eingehen.

Fusionsclub 1. FC Düren wird die Vorrunde der Stadtmeisterschaft mit einer Mischung aus Spielern der Landesliga-Reserve und der A-Jugend bestreiten, wie FCD-Sportdirektor Frank Rombey erklärte. Die Spieler der „Ersten“, die trotz der größeren Verletzungsgefahr in der Halle spielen wollen, treten am Samstag mit Unterstützung aus der Zweiten beim Finale des Hallencups von AZ und AN in Aachen an. „Sollten wir uns bei der Stadtmeisterschaft für die Zwischenrunde am Sonntag qualifizieren, werden wir dann mit der ‚Zweiten‘ antreten, kündigt Rombey an.

Hoher Stellenwert für Bezirksligisten

Einen höhere Stellenwert genießt die Hallenfußballstadtmeisterschaft derweil bei den Bezirksligisten, allen voran bei Titelverteidiger Sportfreunde Düren und SW Düren, die sich auch in der Meisterschaft im Kampf um den Landesliga-Aufstieg ein Duell liefern, gefolgt von Jugendsport Wenau und dem TuS Langerwehe, die ebenfalls in Birkesdorf mit von der Partie sein werden. Als Außenseiter darf zudem der SV Kurdistan nicht unterschätzt werden. Der Kreisliga-A-Aufsteiger rangiert in der Meisterschaft aktuell hinter der SG Türkischer SV auf dem zweiten Platz.

Letztere wird im Übrigen nicht an der Stadtmeisterschaft teilnehmen. „Nach den Vorkommnissen im vergangenen Jahr mussten wir reagieren und haben den TSV nicht mehr eingeladen“, erklärt Thorsten Heinen, Vorsitzender von Viktoria Birkesdorf. Zur Erinnerung: Als sich im letzten Zwischenrundenspiel ein TSV-Akteur bei einem missglückten Kopfballversuch eine blutende Kopfverletzung zugezogen hatte, ohne dass der Schiedsrichter – weil kein Foul vorlag – eingriff, kam es zu tumultartigen Szenen am Spielfeldrand und Angriffen auf den Schiedsrichter, in die auch Teile des TSV-Anhangs involviert waren.

 Mit der 34. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft, die Samstag um 9.15 Uhr mit der Vorrunde startet, Sonntag ab 10 Uhr mit der Zwischenrunde fortgesetzt wird und ab 16 Uhr Halbfinale und Finale erlebt, unterstützt Viktoria Birkesdorf wie in den Vorjahren wieder die Aktion „Fußballvereine gegen Rechts“ mit ihrem Initiator Jo Ecker. Schirmherr ist wie in den Vorjahren Bürgermeister Paul Larue. Ein Frauenturnier findet nicht mehr statt.

Der Spielplan unter: www.viktoria-birkesdorf.de

(ja)
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