Heimbach: „25 Paare aus 25 Jahren Ehe” in Heimbach

Heimbach: „25 Paare aus 25 Jahren Ehe” in Heimbach

„25 Paare aus 25 Jahren Ehe” zeigt Luise Kött-Gärtner in ihrer Galerie „treppauf-treppab” in Heimbach. Dies ist eine ganz persönliche Ausstellung geworden, sie reflektiert ihre Beziehung zu ihrem Mann und ist ihm gewidmet.

Treppauf geht es in den hellen Ausstellungsraum, hier hat die Bildhauerin in der Mitte eine Bronzeskulptur aus dem Jahr 1984 postiert; damals fing sie mit ihrer freiberuflichen künstlerischen Tätigkeit an.

Die Skulptur zeigt ein Paar in kniender bzw. hockender Stellung, einander innig zugewandt. Daneben findet sich eine Bronze aus 2008, abstrakt diesmal; zwei Teile sind nicht gänzlich zusammengefügt und doch ein Stück weit zusammengeschweißt.

So lädt Luise Kött-Gärtner ein, einen Rückblick zu halten auf 25 Jahre Kunst und 25 Jahre Ehe. „Auf dem Boden sind die Schmollecken”, darauf weist sie schmunzelnd hin.

Sämtliche Szenen einer Ehe

In ihrer kurzen Ansprache anlässlich der Eröffnung am Samstag meinte sie: „Es finden sich hier wirklich sämtliche Szenen einer Ehe! Nicht immer geht es harmonisch rund, Zweifel gehören dazu. Theseus und Ariadne, die Sie vielleicht aus der griechischen Mythologie kennen, wenden sich hier beispielsweise einander zu; man kann sie aber auch in eine andere Richtung drehen!”

Und nachdem sie schließlich die beiden Figuren wieder vereint hat, kommt sie zu dem Schluss: „Es geht nur zusammen weiter.” Sie wolle mit dieser Ausstellung ihrem Mann danken für die gemeinsamen Jahre, für die Symbiose, die sie beide leben.

Jürgen Kött-Gärtner wies auf eine „absolute Neuheit” hin, die er mit dieser Ausstellung erfahre: „Wir haben bis jetzt nicht gestritten!” Er forderte auf, die Skulpturen in die Hand zu nehmen, die Figuren zu trennen und wieder zusammen zu fügen.

Eine große Freude bereiteten zwei Musizierende dem Künstlerpaar und den Gästen: Feodor Volkov und Paula Schipperges, die mit Gitarre und Spinett wundervolle Klänge in den Raum zauberten. Zum verträumten Spinett harmonierte die lebendige Gitarre in besonderer Weise; mit Auszügen aus dem spanischen Concierte de Aranjuez brillierte der Gitarrist.

Die Ausstellung im Atelier In der Hilbach 14 kann man samstags zwischen 14 und 18 Uhr oder nach Absprache unter 02425/1787 besuchen.