25 Jahre Hospizbewegung Düren

Sieben Veranstaltungen mit 1500 Besuchern : Das Ziel bleibt 1000 Mitglieder

Ein Jubiläumsjahr geht zu Ende und was den Mitarbeitern der Hospizbewegung Düren-Jülich besonders im Gedächtnis bleibt, sind die Begegnungen.

Zum 25-jährigen Bestehen des Vereins fanden im vergangenen Jahr verteilt über verschiedene Orte in Düren und Jülich sieben Veranstaltungen mit insgesamt über 1500 Besuchern statt.

Zusammen blicken Vorstand, Mitarbeiter und Ehrenamtler auf eine Erfolgsgeschichte zurück. „Hospizarbeit – das ist nicht nur die konkrete Begleitung eines Sterbenden, sie deckt ein breites Spektrum ab“, sagt Vorstandmitglied Hartmut Prüss. „Was wir aus dem vergangenen Jahr mitnehmen können, ist vor allem ein Gefühl, etwas gegen die Tabuisierung des Themas bewirkt zu haben, denn wir konnten viele Menschen erreichen.“

Neben den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr unterhält die Hospizbewegung Düren-Jülich auch verschiedene erfolgreiche Projekte, die neben der alltäglichen Arbeit durchgeführt werden. So hat das von ihnen entwickelte Konzept „Hospiz macht Schule“ inzwischen in ganz Deutschland Erfolg. Kinder der dritten und vierten Klassen arbeiten in einer Projektwoche mit speziell geschulten Ehrenamtlern und befassen sich mit den Themen Sterben und Tod. Im vergangenen Jahr wurden mit zehn Projektwochen für 250 Grundschulkinder so viele Themenwochen durchgeführt wie noch nie zuvor.

Auch in der Oberstufe sind Ehrenamtler mit dem Projekt „Hospiz und Schule“ mit Workshops an jeweils zwei Schultagen vertreten und erreichten damit 150 Schüler. Bundesweite Maßstäbe möchte die Hospizbewegung Düren-Jülich auch mit dem wissenschaftlich begleiteten Projekt „Kommunikation mit Angehörigen“, das im Februar 2019 ausläuft, setzen.

Gleichzeitig lief aber auch im Jahr 2018 die alltägliche Arbeit des Vereins weiter. So wurden 109 Menschen von 110 aktiven Ehrenamtlern begleitet, Der besondere Dank des Vorstandes gilt dafür allen Mitarbeitern und freiwilligen Helfern, die, wie Hartmut Prüss sagt „den Laden immer am Laufen halten“.

Ein Wermutstropfen bleibt aber dennoch. Das mutig gesteckte Ziel einer Steigerung der Mitgliederzahl auf 1000 im Jubiläumsjahr wurde nicht erreicht. Hartmut Prüss betont: „Nicht jeder ist geschaffen für die aktive Begleitung von Sterbenden, aber Mitglied werden und unsere Arbeit dadurch unterstützen, das kann jeder.“

Auch für 2019 soll die Steigerung der Mitglieder ein Ziel bleiben. Insgesamt blickt der Vorstand jedenfalls zufrieden auf das Jubiläumsjahr zurück und hat bereits Pläne für weitere Veranstaltungen. Dieses Jahr soll unter dem Motto „Schmerz lass nach“ stehen. Körperlicher und seelischer Schmerz sowie die Bedürfnisse von Sterbenden wie Angehörigen sollen im Mittelpunkt stehen.

(kim)
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