2400 Menschen beim Abschluss vom deutsch-französischen Jugendkongress

Deutsch-französischer Jugendkongress : 2400 Menschen setzen deutliches Signal der Freundschaft

Der 8. Deutsch-Französische Jugendkongress endete mit einer großartigen Abschlussveranstaltung. Das Event wurde vom Burgau-Gymnasium in Düren organisiert. Die Arena Kreis Düren brachte zahlreiche Politiker mit der französischsprachigen Jugend Europas zusammen.

Insgesamt trafen sich am letzten Kongresstag 2400 Schüler und Lehrer, Eltern und wichtige politische Akteure und erlebten eine außergewöhnliche Stimmung.

Die Teilnehmer wurden vom NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet und der französischen Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Descôtes, von der Bühne der Arena auf Deutsch und Französisch begrüßt. Beide Politiker erinnerten an den historischen Anfang der deutsch-französischen Freundschaft und würdigten die 75 Jahre Frieden in Europa. Beide betonten, dass Treffen wie dieses das Herzstück des friedlichen Miteinanders seien. Sie würden sich weiter für ein gemeinsames Kennenlernen mit Austausch-, Sprach- und Partnerprogrammen einsetzen und die Kultur, die Bildung und die Mobilität auf der Ebene der Schule noch intensiver fördern.

Die 800 Teilnehmer aus vier europäischen Ländern, die eine Woche lang an 55 verschiedenen Workshops teilgenommen hatten, seien „Botschafter dieser Freundschaft“, betonte Armin Laschet. Bundes- und Landtagsabgeordnete wie Thomas Rachel, der Bürgermeister der Stadt Düren, Paul Larue, die Leiterin des Kreisschulamtes Düren, Sybille Hausmann, die Schulleiter der französischen Partnerschulen, der Vorsitzende der Libingua-Arbeitsgemeinschaft, Paul Palmen, und Lehrer aus den vier europäischen Ländern waren anwesend.

Natürlich erklang die „Europahymne“ zu Beginn der Abschlussfeier, und zwar in Polnisch, Französisch und Deutsch. Etwa 100 junge Menschen sangen zusammen die berühmten Verse. Nach der musikalischen Eröffnung und den einleitenden Worten des Schulleiters des Burgau-Gymnasiums, Dr. Arno Schneider, und nach den Begrüßungsreden der Politiker und der Gastgeber, waren die Projektpräsentationen an der Reihe. Zum Beispiel das Tanzprojekt zum Lied „Je ne parle pas français“, der Projektchor, eine Schüleraktion zu „Climate Change“, aber auch viele Musik- und Tanzprojekte wurden auf der Bühne präsentiert. Zehn Bühnenauftritte und vier Stunden später verwandelte sich die Arena in einer Riesentanzfläche und Discosound sorge für beste Stimmung.

Der Gastgeber, das Burgau-Gymnasium, hat 200 europäische Schulen mit bilingualem Sprachenprofil nach Düren eingeladen. Das Dürener Gymnasium mit französisch-bilingualem Zweig hat vor zwei Jahren mit den Vorbereitungen angefangen. Fast 800 junge Menschen aus Frankreich, Polen, aus der Ukraine und aus ganz Deutschland haben eine ganz spezielle Schulwoche erlebt. Sie nahmen an Workshops zu verschiedenen kulturellen und aktuell politischen Themen, an Musik- und Tanzworkshops, an Kunstprojekten, Sportveranstaltungen und Kurztrips nach Köln, Nideggen und Aachen teil.

„Düren ist total schön, und man hat sich hier wohl gefühlt“, erzählt die 13-jährige Greta Schwartz, Schülerin des Hardtberg-Gymnasiums in Bonn. Einen großen Anteil daran haben auch die Dürener Gastfamilien. Einen hervorragenden Beitrag leisteten die Lehrer des Dürener Gymnasiums, aber auch die freiwilligen Helfer. „Toll, dass wir so viele nette Menschen kennengelernt haben, die unsere Sprache sprechen. Und mit dem Kongressticket konnten wir mit Bahn und Bus fahren“, sagen Leonie Roy und Titouan Lebreton aus Rennes in Frankreich. Kein Zweifel, sie haben gerne am Jugendkongress teilgenommen.

Stimme der Jugend

Der Abschlussabend lag in den Händen der Jugendlichen. Sie haben viel Positives auf die Beine gestellt und die Möglichkeit genutzt, dass die Stimme der Jugend gehört wurde. Eine klare und eindeutige Stimme, die Politiker, Amtsinhaber und Erwachsene vernehmen konnten. Der Jugendkongress stand unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron.