1. Lokales
  2. Düren

Der Briefwahl-Boom: 21 bis 40 Prozent haben schon gewählt

Der Briefwahl-Boom : 21 bis 40 Prozent haben schon gewählt

Der Briefwahlanteil bei den Kommunalwahlen am Sonntag wird in allen Kommunen des Kreises mit hoher Wahrscheinlichkeit die bisherigen Rekordmarken brechen. Das stand bei einer exemplarischen Umfrage unserer Redaktion am Donnerstag und Freitag in sieben Kommunen schon fest.

Das ist unter Corona-Umständen natürlich keine Überraschung. Den Spitzenwert bei den von uns befragten Städten und Gemeinden meldete Hürtgenwald mit gut 39 Prozent Briefwählerinnen und -wählern. Aber auch in Düren, Jülich, Niederzier, Nörvenich, Nideggen und Linnich liegt er schon bei einem Fünftel bis zu einem guten Drittel.

Die Wahlamt in der Kreisstadt Düren meldete prozentual zwar den geringsten Briefwahl-Wert mit 21,2 Prozent. Allerdings ist der bislang höchste Wert mit 14.444 Menschen, die ihr Wahlrecht zu Hause ausgeübt haben (Bundestagswahl 2017), in absoluten Zahlen mit rund 14.700 bereits überboten. Und da kann noch einiges bis morgen, 16 Uhr, im Bürgerbüro (Markt 2) dazu kommen. Die Stadt Düren hat die Zahl der Briefwahlvorstände von 9 auf 16 erhöht, um dem hohen Aufkommen bei der Auszählung gerecht zu werden.

Jülich als zweitgrößte Stadt im Kreis kam am Freitagmorgen auf einen Briefwahlanteil von 29,6 Prozent (7.900 von 26.000 Wahlberechtigten), vor sechs Jahren waren es knapp 4.500. Die Gemeinde Niederzier meldete 31 Prozent (3.697 von 11.930), die Stadt Nideggen den zweithöchsten Briefwahl-Wert mit 35,7 Prozent (3.150 von 8.834) unter den Befragten.

Die Gemeinde Nörvenich lag bei 25,7 Prozent (2.312 von rund 9.000), die Stadt Linnich wiederum bei 29,7 Prozent (3.203 von 10.879 Wahlberechtigten).

In Hürtgenwald hat sich der Anteil der Heim-Wähler gegenüber der Kommunalwahl vor sechs Jahren sogar mehr als verdoppelt. 2.850 Briefwahlumschläge liegen nach Angaben der Verwaltung vor, 2014 waren es 1.300. Wahlberechtigt sind aktuell 7.300 Menschen.

Mit Maske und Kugelschreiber

Doch auch morgen in den Wahllokalen wird noch einiges los sein. Wer dort zwischen 8 und 18 Uhr erscheint, muss die Maskenpflicht berücksichtigen. Sie besteht im Wahllokal und in Warteschlangen. Verstöße können entgegen anderer Statements unter Umständen doch Bußgelder nach sich ziehen. Nach Möglichkeit sollte auch ein eigener Kugelschreiber mitgebracht werden.

Insgesamt 214.448 Menschen haben am Sonntag die Möglichkeit, jeweils vier Stimmen abzugeben: bei der Wahl des Landrates, des Kreistages sowie des/der Bürgermeister(-in) und der Ratsvertretung ihrer Kommune.

(vpu/dol)