Düren: 2018 steht der Umbau zweier wichtiger Verkehrsachsen an

Düren : 2018 steht der Umbau zweier wichtiger Verkehrsachsen an

Im kommenden Jahr müssen sich Autofahrer im Stadtgebiet auf einige Behinderungen einstellen. Mit der Bismarckstraße und der Schützenstraße werden zwei wichtige innerstädtische Verkehrsachsen erneuert.

Beide Maßnahmen werden mit insgesamt 4,75 Millionen Euro kalkuliert, wobei die Stadt bei der Bismarckstraße mit Fördermitteln in Höhe von 1,63 Millionen Euro, in der Schützenstraße mit Masterplanmitteln in Höhe von 430.000 Euro rechnet. In der Schützenstraße müssen zudem die Anlieger nach dem Kommunalabgabengesetz Straßenbaubeiträge von gut 550.000 Euro aufbringen.

Weitere Kosten könnten ihnen entstehen, da in der Schützenstraße auch die noch aus dem Jahr 1948 stammenden und überlasteten Schmutz- und Regenwasserkanäle erneuert werden müssen. Müssen in diesem Zuge auch Hausanschlüsse erneuert werden, geht auch dies zulasten der Anwohner. Derzeit läuft nach Angaben des städtischen Tiefbauamtes die Überprüfung der Hausanschlüsse.

Mit dem Neubau der nach Angaben der Stadt „altersbedingt verschlissenen“ Schützenstraße will die Stadt die Voraussetzung schaffen, um im Zuge des Masterplans den gesamten Straßenzug aufzuwerten. Die Wohn- und Arbeitsverhältnisse sollen verbessert, die Aufenthaltsqualität erhöht, die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer besser in Szene gesetzt und die Umgebung des denkmalgeschützten Pavillons mit dem Eingangsbereich zur Passage neu gestaltet werden. Vor allem aber sollen auch die Voraussetzungen geschaffen werden, um die zentrumsnah gelegenen Flächen in Zukunft einmal zu bebauen.

Während auf der 9,25 Meter breiten Fahrbahn in beiden Richtungen 1,50 Meter breite Radfahrerschutzstreifen angelegt werden und der vorhandene Längsparkstreifen auf der östlichen Seite mit Baumscheiben aufgelockert wird, bleiben die Gehwege mindestens 2,50 Meter breit, fallen an vielen Stellen aber auch noch größer aus.

Ein Beispiel ist der Bereich vor dem Parkhaus, der auf der Fahrbahn mit einer Mittelinsel und zwei Bäumen so ausgebaut wird, dass Fußgänger die Straße sicher queren überkönnen. Die Bauzeit gibt die Verwaltung mit neun Monaten an. Die mit einem Flyer informierten Anwohner können weitere Fragen im Rahmen der Sitzung des Verkehrs- und Bauausschusses am Donnerstag, 23. November, 17 Uhr, im Rathaus stellen.

Bei dieser Sitzung soll auch der Umbau der Bismarckstraße fachlich auf den Weg gebracht werden.

Im Mittelpunkt stehen vier Maßnahmen: stadteinwärts die Einrichtung einer Bussonderspur zwischen Moltkestraße/Kreuzstraße bis Hans-Brückmann-Straße und eine sichere Radverkehrsführung mit Schutzstreifen in beiden Fahrtrichtungen und einer Tempo-30-Zone im Bereich Rurtal-Gymnasium/Angela-Schule. Dazu kommen der Einbau von lärmoptimiertem Asphalt auf der gesamten Straßenlänge mit Ausnahme der Busspur sowie der barrierefreie Ausbau von drei Bushaltestellen. Die bislang vorhandenen Fahrbahnteiler werden verschwinden.

Darüber hinaus soll zwischen dem „Platz der deutschen Einheit (Musikschule) und der Kreuzung Roonstraße/Schoellerstraße künftig eine „Grüne Welle“ für einen besseren Verkehrsfluss sorgen. Die Umsetzung der Maßnahme soll zeitlich mit dem Umbau der Schützenstraße, der Neugestaltung des Theodor-Heuss-Parks und dem Neubau des Bismarck-Quartiers abgestimmt werden.

(ja)