Pro: 15 Stunden Techno-Bässe überschreiten Grenzen

Pro : 15 Stunden Techno-Bässe überschreiten Grenzen

Ich will keine Open-Air-Konzerte oder Musikveranstaltungen in Festzelten verbieten, im Gegenteil. Sie sorgen für kulturelle Vielfalt und bereichern das Leben. Wenn Hunderte oder gar Tausende feiern wollen, darf dies aber nicht auf Kosten anderer erfolgen.

15 Stunden lang monoton-hämmernde Bässe bis 3 Uhr in der Nacht sind zweifelsohne geeignet, die Nerven bis zum Zerreißen anzuspannen, auch wenn angeblich zu jeder Zeit die erlaubten Schallwerte eingehalten wurden. 30 Anwohner haben sich bei der Stadt beschwert, andere werden die Faust in der Tasche gemacht haben. Wenn eine Veranstaltung nur einmal jährlich stattfindet und von besonderer Bedeutung für die Kommune ist, darf der Lärmpegel auch höher ausfallen als gesetzlich nach 22 Uhr erlaubt, urteilte der Bundesgerichtshof 2003.

Aber auch dann in der Regel nur bis Mitternacht. Ob das auf das „Nibirii“-Festival zutrifft, ist fraglich, zumal weitere Abendkonzerte am Badesee folgen. Ein wenig Toleranz darf man von den Anwohnern erwarten, die Selbstverständlichkeit, alles widerstandslos zu ertragen, sicherlich nicht – schon gar nicht bei der Aussicht auf drei schlaflose „Nibirii“-­Nächte im kommenden Jahr.

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