Düren: 1. FC Düren: Leiter der Seniorenabteilung legen ihre Ämter nieder

Düren : 1. FC Düren: Leiter der Seniorenabteilung legen ihre Ämter nieder

Der 1. FC Düren hat am Sonntag bekanntgegeben, dass sechs „verdiente Mitglieder“ ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Seniorenabteilung beendet haben. Zu diesem Schritt hatten sich die sechs bereits am Donnerstag entschieden — nach einer Sitzung des Präsidiums am Mittwochabend. Grund sind „generell unterschiedliche Auffassungen“ über die Einstellung eines Sportdirektors und dessen Kompetenzen.

Zu denen, die ihre Tätigkeit niedergelegt haben, gehört Karsten Schümann. Er war Leiter der Seniorenabteilung. „Wir haben uns dazu entschieden, weil die ursprüngliche Abteilung zu einem reinen Verwaltungsorgan wird und ihr die bisherigen Kompetenzen entzogen werden“, sagte Schümann am Sonntag auf Nachfrage. Er betont, dass der Schritt nichts mit der Person Frank Rombey zu tun habe, der Anfang Juli als Sportdirektor bekanntgegeben worden ist und jetzt direkt dem siebenköpfigen Präsidium untersteht.

Das Gremium hatte am Mittwoch einstimmig über die Kompetenzen Rombeys entschieden. Bislang waren Schümann als Abteilungsleiter und Luc Schoenmakers als Stellvertreter in die Kaderplanung eingebunden, die Aufgabe hat Rombey übernommen. Von den Änderungen der Kompetenzen habe Schümann vor „zwei, drei Wochen“ das erste Mal erfahren. Am Mittwoch habe es zu dem Punkt eine „offene Diskussion gegeben“. Schümann selbst war jedoch nicht stimmberechtigt.

Er bleibt nach wie vor Geschäftsführer des GFC Düren 99, aus dem sich die Fußballabteilung abgespalten hatte und mit der Fußballabteilung des FC Niederau den 1. FC Düren bildet. Luc Schoenmakers ist weiterhin als Physiotherapeut für den Mittelrheinligisten aktiv. Die Nachfolge der beiden haben Udo Markgraf und Wim Vranken kommissarisch übernommen, teilte der 1. FC Düren weiter mit.

Thema in Fusionsgesprächen „nicht klar genug abgesteckt“

Auf Nachfrage will der Verein nicht von einem Fehler sprechen, das Thema sei in den Fusionsgesprächen „nur nicht klar genug abgesteckt worden“. Man habe im Laufe der Zeit festgestellt, dass ein Sportdirektor in der Mittelrheinliga benötigt werde. Frank Rombey kenne unter anderem als langjähriger Trainer von Viktoria Arnoldsweiler „die Mittelrheinliga und die Spieler in- und auswendig“, er habe in den Augen der 1. FCD-Verantwortlichen einen Vorteil gegenüber dem Juristen Schümann und Schoenmakers, die sich beim GFC Düren 99 bis in die Landesliga mit der Kaderplanung befasst haben.

Die weiteren vier Mitglieder, die ihr Ehrenamt auf Abteilungsebene niedergelegt haben, sind Sandra Röwekamp, Gerd Gretza, Eddy Bander und Markus Spanka. „Der 1. FC Düren zeigt Verständnis für das Handeln“ und dankt ihnen, dass sie den Verein „auf einen erfolgsversprechenden Weg gebracht haben“, heißt es in der gestrigen Pressemitteilung.

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