Düren: 1. FC Düren entscheidet über Fusion mit GFC 99

Düren : 1. FC Düren entscheidet über Fusion mit GFC 99

Das Präsidium des 1. FC Düren entscheidet am Donnerstag seinerseits über die Fusion mit der Senioren-Fußballabteilung des GFC Düren 99. Die vermutlich letzten wegweisenden Gespräche mit dem Landesligisten und seinen zwei weiteren Herrenteams seien am Samstag erneut sehr positiv verlaufen, sagte am Montag FCD-Präsident und Landrat Wolfgang Spelthahn: „Aus meiner Sicht spricht alles dafür, dass das Präsidium alles absegnen wird. Wir sind bereit.“

Im Detail sei es um die personelle Zusammenstellung der Führungs- und Leitungspositionen im Falle einer Fusion beider Vereine gegangen. Laut Spelthahn seien „erste Namen bereits hinterlegt“.

In Sachen Kaderplanung gab sich Spelthahn bewusst bedeckt. Bis Namen verkündet werden, nimmt ein Wirtschaftsprüfer noch die Vertragsentwürfe unter die Lupe. „Wir wollen nicht den Fehler manch anderer Vereine machen und zu früh vorpreschen“, betonte Spelthahn. „Die Verträge, die wir in Kürze aufsetzen, würden den Ansprüchen einer Profiliga gerecht werden.“ Da die Gespräche mit dem GFC 99 sehr vorangeschritten seien, sei es laut Spelthahn auf Nachfrage „ziemlich klar“, dass GFC 99-Spieler wie Mittelfeldmann Nico Schröteler und Verteidiger Alexander Hürtgen in der kommenden Saison das FCD-Trikot tragen würden.

Diese beiden Namen machten als potenzielle Neuzugänge bereits die Runde. Auch zwei Spieler von Mittelrheinligist Borussia Freialdenhoven werden gehandelt: Zu Philipp Simon (Mittelfeld), Julian Wiersberg (Abwehr) und generell zu Akteuren des Vereins aus dem Nordkreis will sich Spelthahn nicht äußern.

Fokus auf der Jugendarbeit

Ohnehin liege der Fokus bei der langfristigen Planung der drei Seniorenteams auf der Jugendarbeit: Mit den Jugendmannschaften des FC Niederau und den potenziell sechs Teams des GFC 99 würde der 1. FCD auf rund 420 Nachwuchsspieler kommen — und damit sei die Liste noch nicht komplett. „Es gibt weitere Vereine wie Winden, Koslar und Tetz, die hervorragende Jugendarbeit leisten. Auch mit den Klubs können wir uns eine Kooperation sehr gut vorstellen“, betont Spelthahn, der auch von einem profi-ähnlichen Trainerstab spricht.

Chefcoach Bernd Lennartz soll als eine Art Teammanagers mit mehreren Assistenten fungieren. Die Idee forciere insbesondere Gert Engels, der den 1. FCD auch von Japan aus noch rege berät, wie Spelthahn erzählte. Hinter den Kulissen tut sich noch mehr: Die Mitgliederzahl sei nach dem Neujahrsempfang am Freitag von 47 auf mehr als 100 gestiegen, über den Ausrüstervertrag werde heute beraten, wenn das Angebot von Adidas vorliege.

GFC 99-Vorsitzender Henner Schmidt sieht nach den jüngsten Gesprächen „keinerlei Hindernisse, die wir nicht kurzfristig aus dem Weg räumen könnten“. Er sagt: „Jeder Verein hat seine Hausaufgaben mitgenommen, es gibt noch zwei, drei Punkte zu klären, die zum Beispiel die Kultur beider Vereine betreffen.“ Spätestens bis zum 30. März soll alles geklärt sein, dann endet die Frist, um die Mannschaften für ihre Ligen zu melden. Die erste Mannschaft soll im besten Fall in der Mittelrheinliga starten, sowohl der GFC 99 als auch Niederau haben nach der Hinrunde gute Aufstiegschancen.

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