Solidaritätslauf: Zwischenspurt gegen die Arbeitslosigkeit

Solidaritätslauf : Zwischenspurt gegen die Arbeitslosigkeit

Hunderte bunte Trikots füllten den Marktplatz. Endlich war es soweit. Zum zwölften Mal startete am Sonntag der Solidaritätslauf für langzeitarbeitslose Menschen im Rahmen des Aachener „September Specials“.

Organisiert wurde der Spendenlauf von der evangelischen und katholischen Kirche in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein Pro Arbeit. Musikalisch wurde der Lauf unter anderem durch die Big Band des Pius-Gymnasiums unterstützt.

Auf ging‘s für den guten Zweck: 500 Teilnehmer wurden beim Solidaritätslauf für Arbeitslosenprojekte gezählt. Dabei kam es weniger auf sportliche Höchstleistungen an — auch eine Runde auf Papas Schultern entsprach durchaus dem Reglement. Foto: Andreas Schmitter

Auch Holger Brantin, Mitglied des Katholikenrats der Bistumsregion Aachen-Stadt, war mit von der Partie, als es für über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Startschuss auf die Strecke um Rathaus und Dom ging. „Für mich ist es gar keine Frage, hier heute mitzulaufen“, sagte Brantin, der als Parteimitglied für das Team der CDU lief.

Vor dem Lauf hatten sich alle Läuferinnen und Läufer um eigene Sponsoren gekümmert. Ziel des Laufes war es, durch jede Runde Spenden für die kirchliche Arbeitslosenarbeit zu sammeln. Dabei galt jedoch das Prinzip „fifty-fifty“: Die Hälfte der erlaufenen Spenden ging an individuelle Projekte der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Hauptaugenmerk des Laufes sollte aber auf dem solidarischen Signal in Richtung Langzeitarbeitslose liegen. Es sei nämlich nicht nur finanzielle Unterstützung wichtig, erklärte Brantin zu Beginn. „Die Langzeitarbeitslosen befinden sich am Rand der Gesellschaft“, erklärte er. Und man versuche sie gemeinsam von dort wieder wegzuholen.

„In dieser Stadt sind wir in guter Gesellschaft“, sagte der Referent des Büros der Regionaldekane, Martin Pier, auf der Bühne vor dem Rathaus und zeigte sich damit glücklich über die dreistellige Teilnehmerzahl. Vorteil des Laufes ist es wohl auch, dass jeder so schnell und lange laufen kann, wie er möchte. Schließlich muss niemand Leistungssportler sein müssen, um sich solidarisch zeigen zu können.

Mehr von Aachener Nachrichten