Aachen: Zweitwohnsitzsteuer ist für Aachen keine Bagatelle

Aachen : Zweitwohnsitzsteuer ist für Aachen keine Bagatelle

82 Kommunen in Nordrhein-Westfalen erheben eine Zweitwohnsitzsteuer. Das hat der Bund der Steuerzahler ermittelt. Eine von diesen Kommunen ist die Stadt Aachen.

Betroffen sind von dieser Regelung vor allem Studenten, die unter der Woche in der Stadt wohnen und am Wochenende in die Heimat fahren. Auch Berufspendler, die eine zweite Wohnung haben, sind von dieser Steuer betroffen.

Der Bund der Steuerzahler hält die Zweitwohnsitzsteuer für überflüssig und fordert deren Abschaffung. Es gebe Kommunen in NRW, so argumentiert der Bund der Steuerzahler, in denen der Verwaltungsaufwand mehr als die Hälfte der Einnahmen aus der Zweitwohnungssteuer ausmacht. „Die Zweitwohnungssteuer ist also eine klassische Bagatellsteuer, deren Abschaffung schon aus diesem Grunde längst fällig ist“, schreibt der Bund der Steuerzahler in einer Stellungnahme.

Aus Sicht der Stadt Aachen ist die Zweitwohnsitzsteuer alles andere als eine Bagatelle: „Wir nehmen jährlich rund 400.000 Euro ein durch Zweitwohnsitzsteuerpflichtige“, erklärt Evelin Wölk vom Presseamt. Die Zahl derer, die diese Steuer in der Stadt zahlen müssen, liege im Schnitt bei 1200 pro Jahr.

„Gemessen auf die Zahl der rund 255.000 Einwohner in Aachen ist das natürlich eine recht geringe Zahl“, so Evelin Wölk — eben anders als die Summe der durch Zweitwohnungen generierten Steuereinnahmen.

(slg)
Mehr von Aachener Nachrichten