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Zweites Abstrichzentrum am Aachener Tivoli eingerichtet

Tivoli : Zweites Abstrichzentrum ab heute in Betrieb

Das Zentrum wurde am Aachener Tivoli eingerichtet. Diese und weitere Informationen der Städteregion Aachen zur Corona-Lage.

Stadt und Städteregion Aachen nehmen ab Donnerstag, 26. März, ein zweites Kommunales Abstrichzentrum (KAZ) in Betrieb. Das zweite KAZ wird in einem speziell hergerichteten Bereich des Aachener Tivoli eröffnet. Bereits seit 4. März ist ein Abstrichzentrum in Eschweiler wegen des Coronavirus aktiv. Die beiden Zentren sollen Arztpraxen und Krankenhäuser von den Testungen entlasten und Informationen beim zuständigen Gesundheitsamt bündeln. Arztpraxen und Krankenhäuser können sich dadurch stärker auf die Behandlung der Patienten konzentrieren, können allerdings auch selbst weiter testen.

Im KAZ am Standort Eschweiler können derzeit maximal bis zu 600 Bürgerinnen und Bürger pro Tag getestet werden. „Da wir in den vergangenen Tagen diese Zahlen beinahe erreicht haben, wollen wir mit einem weiteren Abstrichzentrum rechtzeitig vorsorgen“, sagt Städteregionsrat Tim Grüttemeier.

In gleichem Umfang sind ab Donnerstag auch im Abstrichzentrum in Aachen Testungen möglich. „Dort sind wir zudem in der Lage, bei entsprechendem Bedarf die Kapazitäten kurzfristig deutlich zu erhöhen“, sagt Grüttemeier. Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp ergänzt: „Mit dem zweiten kommunalen Abstrichzentrum können wir Bürgerinnen und Bürgern aus Aachen und direkter Umgebung eine Anlaufstelle innerhalb unserer Stadt anbieten. Dies erspart in der derzeitigen Situation unnötige Wege.“

Die Kapazitäten des Callcenters für die Abstrichzentren werden ebenfalls deutlich aufgestockt. Weiterhin gilt: Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen vorher die Telefonhotline 0241/51987500 anrufen. Man kann nicht einfach zum Abstrichzentrum kommen. Und auch mit der Überweisung eines Arztes muss man vorher die Hotline anrufen.

Beide Kommunale Abstrichzentren sind wochentags, 8 bis 18 Uhr, erreichbar. Sofern erforderlich können am Wochenende Abstriche in den Krankenhäusern und beim ärztlichen Notdienst gemacht werden. Gehörlose können sich per E-Mail an KAZ-Leitung@staedteregion-aachen.de wenden, um einen Termin nach Prüfung zu erhalten. An der Hotline wird dann geklärt, an welchem KAZ-Standort – Eschweiler oder Aachen – eine Person jeweils einen Termin erhält. Entscheidendes Kriterium wird hier die Nähe des jeweiligen KAZ zum persönlichen Wohnort sein.

Alle Infos und die Kriterien, wann man getestet werden kann, sind zu finden unter: https://www.staedteregion-aachen.de/kaz.

Kontaktverbot: Die Landesregierung hat ein weitreichendes Kontaktverbot für Nordrhein-Westfalen per Rechtsverordnung erlassen. Demnach werden Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt.

Ausgenommen sind die Verwandten in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen, die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen, zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen. Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs bleibt zulässig.

Neue Situation bei Schulen und Kitas: Die NRW-Landesregierung hat geregelt, dass seit Montag, 23. März, auch Kinder einen Betreuungsanspruch haben, bei denen nur ein Elternteil eine so genannte Schlüsselperson ist. Bislang wurden nur Kinder betreut, wenn beide Erziehungsberechtigten solche Schlüsselpersonen in der kritischen Infrastruktur sind.

Das Betreuungsangebot für diese Kinder wird bei nachgewiesenem Bedarf auch auf Wochenenden und die Osterferien ausgedehnt. Eltern müssen sich mit der Bescheinigung ihres Arbeitsgebers direkt an die jeweilige Schul- oder Kitaleitung wenden.

Einen Betreuungsanspruch haben auch die Eltern, die keinen Vertrag mit einem Kindertages-Betreuungsangebot haben. Eltern wenden sich in diesen Fällen an das jeweilige örtliche Jugendamt.

Appell: Gleichzeitig appelliert das Land an die Eltern, dass die Inanspruchnahme dieser Neuregelung auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt bleiben sollte. Kinder sollen nur dann in die Einrichtung gebracht werden, wenn die Eltern die Betreuung wirklich nicht selbst wahrnehmen oder anderweitig verantwortungsvoll, nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, organisieren können.

An die Arbeitgeber appelliert Minister Joachim Stamp, sehr genau und kritisch zu prüfen, ob Eltern derzeit für die Arbeit vor Ort wirklich unabkömmlich sind oder ob andere Lösungen ermöglicht werden können. Ziel ist, dass die Betreuungsgruppen nicht größer werden, als unbedingt erforderlich.

Infos zu aktuellen Entwicklungen: Die Arbeit der Krisenstäbe ist ausgerichtet an den Erlassen und Entscheidungen der Landesregierung. Die Seiten der NRW-Staatskanzlei (www.land.nrw/corona), des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de) geben weitere Infos zu aktuellen Entwicklungen.

Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der Städteregion Aachen unterhält seit Beginn der Krisenstabsaktivitäten für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline über 0241/510051 (an Werktagen und am Wochenende von 8 bis 18 Uhr) eingerichtet.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus eine Hotline zum Coronavirus unter der Nummer 0211/91191001 geschaltet.

Medizinischer Bereitschaftsdienst: Die hausärztlichen Bereitschaftsdienste sind auch am Wochenende über die Hotline 116117 zu erreichen.

(Stand der Informationen: 25. März, 10.45 Uhr)