Aachen: Zweiter Versuch zur Präsidentenwahl

Aachen: Zweiter Versuch zur Präsidentenwahl

Die Uhrzeit war beinahe symbolträchtig. Um grob geschätzte fünf Minuten vor Zwölf ging vor rund vier Monaten bei der bislang letzten Jahreshauptversammlung des Turn- und Sportvereins Alemannia Aachen 1900 nichts mehr.

Nachdem der Kandidat des Verwaltungsrates, Günter Reinartz, bei der Wahl zum Vereinspräsidenten gescheitert war, das Vorstandsteam allerdings nur als komplette Mannschaft gewählt werden wollte, wurde die Mitgliederversammlung um kurz vor Mitternacht im Eurogress abgebrochen.

Dieses Ungemach ist am Dienstagabend in der Albert-Vahle-Halle eher unwahrscheinlich. Um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) beginnt dort nämlich das nächste Mitgliedertreffen des Traditionsvereins. Gesucht wird immer noch der Nachfolger von Ex-Präsident Horst Heinrichs.

Aber anders als beim ersten Versuch, hat die Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans und Fan-Clubs (Fan-IG) bereits signalisiert, dass sie mit Dr. Alfred Nachtsheim, der sich am Dienstagabend auf Vorschlag des Alemannia-Verwaltungsrates den Mitgliedern zur Wahl stellt, durchaus leben könne. „Wir sind zuversichtlich, mit diesen Kandidaten in eine erfolgreiche Zukunft zu gehen”, erklärte IG-Sprecher Dirk Heinhuis im Vorfeld.

Die Chancen stehen also gut, dass die Sitzung am Dienstag harmonischer endet als noch vor vier Monaten. Günter Reinartz war schließlich seinerzeit vor allem am Widerstand der Fans gescheitert.

Harmonischer könnte im Übrigen auch schneller heißen, denn am Dienstag ist auch die Tagesordnung kleiner als damals. Der Toten wurde bereits Ende Juni gedacht, ebenso die Jubilare geehrt. Die kompakte Tagesordnung sieht am Dienstagabend bereits an Punkt 2 die Neuwahl des Vorstandes vor. Anschließend stehen drei Ergänzungswahlen für den Ältestenrat, den Aufsichtsrat der Alemannia GmbH sowie den Verwaltungsrat an.

Die Alemannia erwartet rund 500 Mitglieder, 1200 finden maximal Platz in der Halle an der Hubert-Wienen-Straße.