Aachen: Zweite Wasserprobe negativ: Keine Bakterien mehr gefunden

Aachen : Zweite Wasserprobe negativ: Keine Bakterien mehr gefunden

Die Stadt geht keinerlei Risiko ein: Obwohl eine am Dienstag im Hangeweiher genommene Wasserprobe nicht mehr mit Pseudomonaden belastet ist, bleibt das Freibad vorerst bis Montag geschlossen.

Der Befund des beauftragten Instituts Eurofins lag der Stadt Freitagmittag vor. Diese Probe wurde im routinemäßigen 14-tägigen Rhythmus gezogen — noch vor den Maßnahmen wie Filterspülung, Hochchlorung und Filterspülung unter Chlorzugabe, die wegen der belasteten Probe vom Mittwoch, 11. Juni, eingeleitet worden waren.

Der Fachbereich Sport der Stadt Aachen und das Gesundheitsamt der Städteregion haben sich nun darauf geeinigt, erst die Ergebnisse weiterer Proben abzuwarten. Bereits am Freitag wurden weitere Proben gezogen.

Doppelproben

Neben dem bisher beauftragten Labor wurde ein weiteres hinzugezogen: Es hat zur selben Zeit und auch an den selben Stellen Proben genommen. Immerhin hatte ein Fehler von Eurofins dazu geführt, dass das Freibad Hangeweiher erst am Dienstag geschlossen worden war. Ein Mitarbeiter hatte den positiven Befund übersehen. Die Verunreinigungen des Freibads mit Pseudomonaden waren in einer Wasserprobe entdeckt worden, die bereits am 11. Juni genommen worden war. Das positive Ergebnis lag vier Tage nach Prüfung der Probe vor. Aber erst am letzten Dienstag war die Stadt von dem Labor informiert worden.

Um ganz sicher zu gehen, lässt die Stadt nun nicht nur das Wasser in den Becken prüfen, Proben aus dem gesamten Wasserkreislauf ziehen. Dieses Verfahren — Doppelproben im gesamten Kreislauf — wird am Samstag und am Sonntag wiederholt.

Die gesamten Ergebnisse der Proben werden im Laufe des kommenden Montag vorliegen und ausgewertet.

„Die Proben werden bewertet. Dann wird in Absprache mit allen beteiligten Stellen entschieden, ob und wann das Freibad Hangeweiher wieder geöffnet werden kann“, erklärt Stadtsprecher Hans Poth.

Ob die Zusammenarbeit mit dem Labor Eurofins fortgesetzt wird, will die Stadt, so Dezernentin Susanne Schwier, nach intensiven Gesprächen mit Verantwortlichen des Instituts klären.

Erst seit Beginn des Jahres ist Eurofins für die Stadt tätig. Das bundesweit tätige Labor mit einem Sitz in Aachen hatte den Zuschlag nach einem Ausschreibungsverfahren bekommen, weil es das günstigste Angebot vorgelegt hatte.

(akai)