Aachen: Zusammen haben sie 2155 Dienstjahre absolviert

Aachen : Zusammen haben sie 2155 Dienstjahre absolviert

Als sehr unruhig und sehr anstrengend beschrieb Oberbürgermeister Marcel Philipp das vergangene Jahr, als er jetzt 75 städtische Mitarbeiter verabschiedete, die 2015 aus dem Dienst der Stadt Aachen ausgeschieden sind. Der Dienstälteste von ihnen hat seinen Dienst am 1. April 1965 angetreten.

„Sie haben alle ihren Weg gemacht, und Sie haben viele Veränderungen miterlebt,“ sagte Philipp. Den Dialog mit den Bürgern und die Bereitschaft, mit der Zeit zu gehen, sei unbedingt notwendig, um den Anforderungen an die Stadtverwaltung in Zukunft gerecht zu werden. Die sei wesentlich besser als ihr Ruf, meinte er.

Für das laufende Jahr sei die Verwaltung organisatorisch viel besser aufgestellt als noch im vergangenen, meinte er mit Blick auf die Flüchtlinge. Zudem ermunterte er die Ehemaligen, ihre Zeit zu nutzen und sich in Zukunft ehrenamtlich einzusetzen. Immerhin gehe mit den langjährigen Mitarbeitern auch ein großer Schatz an Erfahrungen verloren. Insgesamt haben die scheidenden Mitarbeiter 2155 Dienstjahre absolviert. Zwei waren 50 Jahre dabei, sieben andere 40 Jahre.

„Gerade bei der Flüchtlingshilfe setzen sich die Mitarbeiter über das normale Maß hinaus ein“, sagte Philipp. „Wir brauchen Hände, wir brauchen Köpfe, wir brauchen Menschen“, fügte er hinzu. Mit Blick auf 2015 hob er die Verunsicherung durch den Terror hervor. Die habe auch Auswirkungen auf das Sicherheitskonzept des Weihnachtsmarktes gehabt. Er erwähnte das belgische Atomkraftwerk Tihange, mit dem man sich nicht wohlfühle, ohne etwas dagegen unternehmen zu können, und er richtete sein Augenmerk auf das Aquis Plaza, das ein ganzes Viertel verändert habe.

Die Frage sei nach wie vor, ob man die damit verknüpften Ziele erreicht habe. Die letzte Baugenehmigung sei erst eineinhalb Stunden vor der Eröffnung erteilt worden. Insgesamt mussten demnach 130 Anträge für die einzelnen Läden bearbeitet werden. Auch das sei eine große Herausforderung für die Verwaltung gewesen, so Philipp.

Er dankte den Ehemaligen für ihre Treue und den Zusammenhalt, und wünschte sich für die Zukunft ein Team, dass sich bewusst sei, wie wichtig es sei, mit der Zeit zu gehen.

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