Aachen: Zusätzliche U3-Betreuungsplätze im Tivoli?

Aachen: Zusätzliche U3-Betreuungsplätze im Tivoli?

Spielen künftig neben schwarz-gelben Fußballern auch 30 kleine Kinder im Tivoli-Stadion? Durchaus möglich. Denn auf Antrag der SPD hat die Stadt geprüft, ob in den nicht genutzten Räumlichkeiten der Fußball-Arena vorübergehend zusätzliche U3-Gruppen eingerichtet werden können.

Und siehe da: Die städtische Fachabteilung ist nach einer Begehung zu dem vorläufigen Ergebnis gekommen, „dass ein Teil der Räumlichkeiten grundsätzlich für eine Betreuung der Kinder bis drei Jahren geeignet erscheint“. Eine Unterbringung sei in den Büroräumen möglich, die im Erdgeschoss des Stadions liegen.

Vorteile seien bei diesen Räumen, dass bereits Sanitärbereiche vorhanden sind und ein ebenerdiger Zugang zu einer Außenfläche geschaffen werden könnte. „Denkbar erscheint hier die Einrichtung von bis zu zwei, gegebenenfalls auch drei U3-Gruppen und damit die Schaffung von bis zu 20 bis 30 U3-Plätzen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Kinder- und Jugendausschuss, der sich am Dienstag, 17. September, mit dem Thema beschäftigt.

Auch das Landesjugendamt würde nach erster Einschätzung die Einrichtung von zwei U3-Gruppen, oder je nach Gestaltungsmöglichkeit sogar auch von drei Gruppen, genehmigen. „Eine konkrete Aussage zur Genehmigungsfähigkeit ist jedoch erst möglich, wenn bauliche Planungen für die Räumlichkeiten vorliegen“, formuliert die Verwaltung.

Da die aktuelle Versorgungsquote für U3-Plätze in der Stadt 37,5 Prozent beträgt und mit einem weitaus höheren Bedarf kalkuliert werden muss, käme die Tivoli-Lösung für die Stadt wie gerufen. Durch sie könnten bis zu 30 neue U3-Plätze geschaffen werden, so dass die Versorgungsquote auf 39,8 Prozent steigen würde.

Von der Schaffung weiterer Ü3- Plätze im Stadion an der Krefelder Straße rät die Verwaltung ab: „Es zeichnet sich ab, dass der Bedarf an diesen Plätzen gedeckt ist. Dies zeigt sich auch in der Versorgungsquote, die bei 114,5 Prozent liegt.“

Als nächsten Schritt für eine konkretere Planung will die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Darin soll auch geprüft werden, ob die Kosten für den Umbau im Verhältnis zu den Plätzen, die geschaffen werden, stehen und sich das Ganze auch rechnet. Die Kosten für die Studie in Höhe von 3000 Euro könnten aus einem „Restbudget“ finanziert werden. Wichtig sei auch die Klärung der Frage, wie das Stadion neben den Alemannia-Spielen weiter genutzt werden soll. Deshalb schlägt die Verwaltung vor, „die Realisierung der Maßnahme frühestens dann vorzunehmen, wenn ein Gesamtkonzept für die Stadionnutzung vorliegt“.

Folgt der Kinder- und Jugendausschuss der Verwaltungsvorlage, würden Pläne und Kostenschätzungen in einer der folgenden Sitzungen vorgestellt. Dann könnten die Politiker auch einen Beschluss fassen.

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