Aachen: Zum Auftakt von „This is it” kein Jackson-Hype in Aachen

Aachen: Zum Auftakt von „This is it” kein Jackson-Hype in Aachen

„Ich bin mit Michael Jackson groß geworden, da muss ich jetzt auch den Film sehen.” Michaela Wabnig war eine der wenigen Jackson-Fans, die Mittwoch am frühen Abend Karten für die zweite Kinovorstellung für den Film „This is it” gekauft hatten.

Gemeinsam mit ihren Kindern Delphine (13) und William (15) ergatterte sie so beste Plätze für den Streifen, für den in der 17.30 Uhr-Vorstellung gerade einmal 20 Karten verkauft wurden.

Fans, die bereits zwei Stunden zuvor „ihren” Michael Jackson von einer lange ungekannten Seite sehen konnten, waren begeistert. „Er zeigte sich sehr detailverliebt und genau”, berichtete Stefanie Logen. So sei es Jackson beispielsweise wichtig gewesen, die Band für die Show selbst einzuzählen, um den Takt auf die hundertstel Sekunde genau mit seinen Tanzschritten abzustimmen. „Dennoch ist es erschreckend zu sehen, wie fit und motiviert Michael Jackson für seine vielleicht beste Tour war, und dann ist er so plötzlich verstorben”, erzählt Stefanie Logen weiter.

Der Tod des gefeierten Popstars ist unter allen anwesenden Fans ein großes Thema. Von Schock und großem Mitgefühl ist bei allen die Rede. Sandra Lind gibt zu, sogar einige Tränen verdrückt zu haben. Michaela Wabnig wollte den Medienberichten zuerst nicht glauben, dachte an einen Scherz. „Da habe ich einen wichtigen Teil meiner Jugend verloren”, sagt die 38-Jährige. Auch darum ist ihr der Film wichtig: um Abschied zu nehmen. Schließlich ist sie mit Michael Jackson groß geworden - so wie viele der Anwesenden.

Auch wenn kaum einer der Zuschauer im Fan-Shirt gekommen war oder sich gar im Jackson-Look aufgestylt hatte, war bei den wenigen dennoch die Begeisterung für den „King of Pop” spürbar. „Er ist einfach cool”, so William Delsing. „Die Musik ist toll und durch seinen Tod noch wichtiger geworden”, schwärmt der 15-Jährige.

Die findet auch Franzi Bico faszinierend. Kurz vor der Filmvorführung hofft sie allerdings, „keine langweilige und dröge Dokumentation” zu sehen. Vielmehr wäre es ihr wichtig, dass sich ihre Vorstellung von einem alten, gebrochenen Mann durch den Film ändert und sie noch einmal „den alten und echten Michael Jackson” sieht. Aufschluss über die letzten Tage vor dem Tod von Michael Jackson erhofft sich auch Verena Kölsch: „Die Neugier ist groß.”