Aachen: Zukunft der Mobilität ist Thema des Stawag-Schulwettbewerbs

Aachen : Zukunft der Mobilität ist Thema des Stawag-Schulwettbewerbs

Ein Blick in die Zukunft: Was saust in 10, 20, 50 Jahren über deutsche Straßen? Vielleicht Elektroautos. Oder Fahrzeuge, die mit Hilfe eines 3D-Druckers produziert werden. Möglicherweise sogar eine Mischung aus beidem? Beim diesjährigen Stawag-Schulwettbewerb wird das Zukunftsthema zur Gegenwart.

67 Schülerinnen und Schüler versuchen, ein Elektroauto aus dem 3D-Drucker zu zaubern, das nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch noch schnell fahren kann.

In der Theorie klingt es ganz einfach: Jedes der 15 teilnehmenden Teams bekommt je einen Bausatz, in dem sich unter anderem Reifen, Motor und Zahnräder befinden. Wer darin jedoch nach der Karosserie stöbert, der sucht vergeblich. „Die müsst ihr natürlich selbst entwerfen“, erklärte Heidi Zimmermann, zuständig für die Schulkooperation der Stawag. Die Karosserien gestalten die Teilnehmenden nämlich selbstständig mit Hilfe einer 3D-CAD-Software, nachdem sie einen Schulungsworkshop bei der regio iT besucht haben.

Es sei eine „wirklich knifflige Aufgabe“, gab Zimmermann bei der Auftaktveranstaltung am Dienstag zu. Nicht alles werde wie gewünscht funktionieren, weshalb das Auto sicherlich auch den einen oder anderen Fluch über sich ergehen lassen müsse, vermutete sie. „Aber dafür seid Ihr gewappnet fürs spätere Berufsleben.“ Denn der Schulwettbewerb vermittelt das Wissen nicht nur auf theoretische, sondern auch praxisnahe Weise.

Sobald der Entwurf der Karosserie dann fertig ist, wird das Fahrzeugteil im 3D-Drucker der Kisters AG ausgedruckt. „Für uns ist es eine sehr spannende Idee“, sagte Ausbildungsleiter Georg Schmitz. Dass die Firma an der Pascalstraße den Stawag-Schulwettbewerb — wie auch im vergangenen Jahr — unterstützt, stand deshalb außer Frage.

Einen ersten Eindruck konnten die Schüler und Schülerinnen aus den zehn beteiligten Schulen auch schon gewinnen. Zwar gab es fragende Gesichter bei der Präsentation der verschiedenen 3D-Drucker. Als die Jungen und Mädchen die Geräte dann aber hautnah sehen und anfassen konnten, war das Interesse geweckt. Unter anderem besichtigten die jungen Leute den „FabBus“— einen mobilen Schulungsbus für 3D-Technik.

„Ich interessiere mich schon lange für Autobau“, erzählte Teilnehmer Lukas. Besonders das Erreichen unterschiedlicher Geschwindigkeiten begeistere ihn. Bei seinem eigenen Elektroauto stehe das aber erst einmal im Hintergrund, erläuterte der Siebtklässler. Denn für ihn gilt: „Hauptsache, es funktioniert.“

Am 3. Juli soll es für die innovativen Elektrofahrzeuge dann auf die Rennstrecke gehen. Zehn Meter weit müssen die 3D-gefertigten Elektroautos um die Wette flitzen. Das Team, das bei diesem Rennen die Nase oder vielmehr die Stoßstange vorne hat, kann einen 3D-Drucker für die jeweilige Schule gewinnen.

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