Aachen: Zu wenig Schüler: St. George‘s School macht zu

Aachen: Zu wenig Schüler: St. George‘s School macht zu

Am 31. Juli ist Schluss. Die St. George‘s School, englischsprachige internationale Schule in Aachen, schließt im Sommer ihre Tore. Die derzeit 75 Schülerinnen und Schüler im Alter von zwei bis 18 Jahren müssen dann anderweitig untergebracht werden.

Mit der Schließung endet ein Stück Schulgeschichte, das 2007 mit großen Hoffnungen begonnen hatte. „Wir können nicht mehr“, erklärte Principal Marietta Horton, Gründerin und Betreiberin der Schule, auf Anfrage. „Wir haben sehr lange gehofft, aber die Schülerzahlen reichen einfach nicht aus.“ 150 bis 200 Schüler seien nötig für einen auskömmlichen Betrieb. „Mit 75 Schülern können Sie keine Schule betreiben.“

Akademische Grüne habe die mangelnde Nachfrage nicht, betont Horton. „Unsere Schüler erzielen teils fantastische Ergebnisse.“ Ein Problem sei aber die Lage Aachens im Dreiländereck. „Das Hinterland fehlt“, sagt Horton. Aus Belgien und den Niederlanden kämen keine Schüler an die St. George‘s School.

„Wenn unsere Schule für Aachen nicht das Richtige ist, können wir es leider nicht ändern“, bedauert Horton. Große Hoffnungen hatte der Träger der Schule, der AERA-Verlag, auf das Hochschulausbaugebiet Campus Melaten gesetzt, der viele internationale Wissenschaftler nach Aachen bringen soll. „Wir hatten gehofft, dass sich der Campus schneller füllt“, gesteht Horton.

Erst 2013 war die anerkannte ausländische Ergänzungsschule ins ehemalige Knappschaftsgebäude an der Monheimsallee gezogen, das mit großen Aufwand als Schulgebäude hergerichtet wurde. Die Schule hat das Haus angemietet. Mit dem Besitzer stehe man in gutem Kontakt, sagt Horton, für die künftige Nutzung des Gebäudes werde sich sicher eine Lösung finden.

(mg)
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