Aachen: Zehn Jahre Rat und Tat für alle Hilfesuchenden

Aachen: Zehn Jahre Rat und Tat für alle Hilfesuchenden

Dafür, dass Menschen auch in schwersten Situationen mitten im Leben stehen, sorgt auch in Aachen die Diakonie. Egal, ob Integration von Ausländern, Beratung von Menschen mit Behinderung oder Hilfestellung für Erwerbslose - die Diakonie steht mit Rat und Tat zur Seite.

Am Freitag feierte das Diakonische Werk im Kirchenkreis Aachen e.V. das zehnjährige Bestehen der Fusion von drei Diakonischen Werken in Aachen.

In der Stabsstelle Kirche und Diakonie an der Frère-Roger-Straße kamen Mitarbeiter und Ehrengäste zusammen, um den Zusammenschluss der Diakonischen Werke der Kirchengemeinde Aachen, des Kirchenkreises Aachen sowie des Diakonischen Werkes Alsdorf e.V. zu würdigen. „Vor zehn Jahren haben wir erkannt, dass die drei diakonischen Werke gemeinsam stärker wären”, sagte Hans Purchert, geschäftsführender Vorstand des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Aachen, beim Festakt.

Überlegungen hätten damals gezeigt, dass Arbeiten parallel erfolgen und gleiche Refinanzierungsmaßnahmen beansprucht werden. „Durch die Fusion können wir erfolgreich Synergien nutzen”, freut sich Purchert. Die offizielle Gründung des fusionierten Werkes fand am 31. August 2000 statt, die Aufnahme der Geschäfte erfolgte am 1. Januar 2001.

Heute beschäftigt die Diakonie rund 150 Mitarbeiter, die viele unverzichtbare Aufgaben erfüllen. „Wir bieten Pflegedienste und Seniorenbetreuung sowie Beratung in allen Lebenslagen”, betont Purchert. Besonders die Suchthilfe, die Schwangerschaftskonfliktstelle, die Schuldnerberatung und das Frauenhaus seien Angebote, die für Menschen in schwierigen Lebenssituationen eine wertvolle Hilfe darstellen.

Höhepunkt der Feierlichkeiten war eine Fragerunde mit eingeladenen Persönlichkeiten. Dabei ging es um die Frage nach der Bedeutung der Wohlfahrtsverbände für die Menschen und für die Politik.

„Hintergrund sind die beabsichtigten Kürzungen im sozialen Bereich und die Erfahrung, dass die Wohlfahrtsverbände nicht als Partner, sondern vielmehr ausschließlich als Dienstleister wahrgenommen werden”, erklärt Moderator Ralph Allgaier.

„Eine gesunde Konkurrenz ist wichtig, damit die Menschen, die die betreffenden Leistungen in Anspruch nehmen und auch bezahlen, die Wahl haben”, betonte Hans-Peter Bruckhoff, Superintendent des Kirchenkreises Aachen. Es sei ein Anrecht, aus verschiedenen Anbietern zu wählen.

Große Herausforderung

„Zwar wird der Wert der Pflege oft zu gering eingeschätzt, qualifizierte Pflege inklusive Erfahrung und Fachwissen allerdings kann man gar nicht hoch genug bewerten”, betonte der Superintendent. Gerade in Zeiten, in denen ein zukünftiger Pflegenotstand befürchtet wird, sei dieser Bereich eine große Herausforderung für die Zukunft der Diakonie.

Malte Duisberg, Aufsichtsrat des Diakonischen Werkes und Geschäftsführer der Stiftung ev. Altenheim Gemünd, stellte im Anschluss das Modellprojekt „Pflegewert” vor. Auch Rudi Bertram, Bürgermeister der Stadt Eschweiler, Ulla Schmidt, ehemalige Bundesgesundheitsministerin, und Dr. Thomas Griese, stellvertretender Städteregionsrat, würdigten die Leistung der Diakonie.

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