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„Fridays for Future Aachen“: Zehn Forderungen vor der „Klimawahl“

„Fridays for Future Aachen“ : Zehn Forderungen vor der „Klimawahl“

„Die Stadt Aachen verschläft die Klimakrise.“ So lautet das Urteil, das die Aachener Ortsgruppe von „Fridays for Future“ anlässlich der anstehenden Kommunalwahl fällt. Mit zehn Forderungen schaltet sich die Ortsgruppe jetzt erstmals ganz offiziell in die Kommunalpolitik ein.

 In der Vergangenheit hatte sie sich vor allem auf Maßnahmen auf Landes-, Bundes- und globaler Ebene konzentriert. Dabei verstehen die Umweltaktivisten nach eigenen Angaben auch die Kommunalwahl am 13. September als „Klimawahl“. Alle Forderungen, die zum Teil auch im Stadtgebiet auf Plakaten zu lesen sind, haben das übergeordnete Ziel, dass die Stadt Aachen bis 2025 klimaneutral sein soll, heißt es in einer Mitteilung.

1. Energiewende: Neben dem Ausstieg aus der Braunkohle sollen Solar- und Windanlagen gefördert werden.

2. ÖPNV: Damit mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen, soll der Öffentliche Personennahverkehr kostenlos sein. Zudem fordern die Aktivisten eine gerechte Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen für Busfahrer.

3. Autofreie Innenstadt: Innerhalb des Grabenrgings sollen keine Autos mehr fahren dürfen, langfristig soll dies bis zum Alleenring der Fall sein.

4. Radentscheid: Die Forderungen des Radentscheid sollen schnell und konsequent umgesetzt werden.

5. Nachhaltigkeit: Initiativen wie Foodsharing sollen unterstützt, die Vernichtung von Lebensmitteln soll vermieden werden. In öffentlichen Einrichtungen soll das Angebot von veganen und regionalen Lebensmitteln ausgebaut werden.

6. Mehrwegsystem: Die Umweltschützer fordern, ein stadtweites Mehrwegsystem einzuführen.

7. Mehr Grün: Flächen sollen entsiegelt, die Lebensqualität durch zusätzliche Parks und Grünflächen erhöht werden.

8. Bauen: Auch im Gebäudesektor sollen CO2-Emissionen eingespart werden.

9. Leerstände: Leerstehende Geschäfte sollen nach Ansicht der Ortsgruppe für kulturelle und soziale Projekte nutzbar gemacht werden.

10. Partizipation: Auch die Politisierung von jungen Menschen hat sich „Fridays for Future“ auf die Fahnen geschrieben. Deshalb sollten auf kommunaler Ebener mehr Möglichkeiten zur Partizipation geschaffen werden.

Der nächste große Klimastreik findet übrigens am 25. September statt. Vor der Kommunwahl seien zudem verschiedene Aktionen geplant.

(akas)