Wohnsituation für Aachener Akademikernachwuchs

Fast 200 neue Appartements : Alles andere als klassische „Studentenbuden“

198 neue Studentenappartements stehen jetzt Am guten Hirten zur Verfügung.

Die „i Live Holding“ mit Sitz in Süddeutschland hat hier vor rund einem Jahr den Ausbau eines bereits begonnenen Objektes übernommen und dabei in gewohnter Manier auf sogenannte Mikroappartements gesetzt. Laut Martin Kraft, Leiter Marketing, waren bereits vor Baubeginn alle Wohnungen verkauft.

Hier sollen nun Studenten und Berufsanfänger ein neues Zuhause auf Zeit finden. 24 Quadratmeter kosten allerdings auch 500 Euro warm. Alle Appartements sind voll möbliert und verfügen über eine Küchenzeile und ein kleines Bad. Darüber hinaus gibt es im Haus einen Waschsalon, eine kleine Eventküche und einen Fitnessraum. Ein sogenannter Objekt-Manager kümmert sich zudem um die Belange der Mieter.

Bewährtes Konzept

Laut Geschäftsführer Amos A. Engelhardt hat sich dieses Konzept bereits in vielen anderen Städten bewährt. Zwar habe es in Aachen am Anfang Bedenken gegeben, dass das neue Wohnheim zu sehr außerhalb gelegen sei, doch inzwischen sei klar, dass der Standort Am guten Hirten ideal ist. „Wir waren die ersten hier“, sagt Kraft und deutet auf die vielen Bauten rundherum, die dort inzwischen in der Entstehung sind.

Bevor die neuen Mieter ins neue „i-Live-Gebäude“ einziehen, bekamen die Investoren Gelegenheit, ihre Wohnungen in Augenschein zu nehmen. Einer der neuen Eigentümer lebt in Berlin, hat aber ein Appartement in Aachen gekauft, weil er hier studiert hat. „Mir war gleich klar, dass das hier eine super Lage ist“, meinte er am Tag der Besichtigung.

Sogar Terrassen

Ein typisches Appartement ist 24 Quadratmeter groß und wird für etwa 500 Euro warm vermietet, alle Nebenkosten und WLAN inklusive. Es gibt aber auch andere Größen und einige haben sogar eine Terrasse.

Der „Spirit“ des Hauses habe seine Wurzeln in Brasilien, sagt Kraft. Wichtig sei der Holding deshalb, in ihren Objekten Raum für Begegnung und Miteinander zu schaffen. Das gesamte Schließsystem des Hauses ist elektronisch und funktioniert mit Chipkarten. Und über eine App bleiben die neuen Bewohner in ständigem Kontakt.

Am Montag sollen bereits die ersten Mieter einziehen. „Und das war knapp“, meint Amos A. Engelhardt mit Blick auf die Fertigstellung des siebengeschossigen Gebäudes. „Während wie hier unten feiern, verlassen oben gerade die letzten Handwerker das Haus“, sagte er mit einem Schmunzeln.

Mehr von Aachener Nachrichten