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Wer muss wann Schnee räumen?: Winter kann kommen, Stadtbetrieb ist vorbereitet

Wer muss wann Schnee räumen? : Winter kann kommen, Stadtbetrieb ist vorbereitet

Während sich das Aachener Wetter derzeit herbstlich zeigt, hat für den Stadtbetrieb schon der Winter begonnen. Denn mit Beginn des Novembers gilt auch die Winterdienstpflicht.

Seit Wochen werden die Fahrzeuge auf dem Betriebsgelände des Stadtbetriebs dafür vorbereitet. Räum­schilder und Aufbauten für Streumittel wurden montiert, etwa 1000 Tonnen Salz und 100 Tonnen Granulat sind eingelagert.

Sichere Straßen, Wege und Plätze im Winter sind nach Mitteilung des städtischen Presseamtes für den Stadtbetrieb eine wichtige Aufgabe. Neben der Verkehrssicherungspflicht haben vor allem der Umweltschutz und die Wirtschaftlichkeit Priorität. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtbetriebs rücken sofort aus, wenn Schnee und Glätte entstehen. Und zwar in aller Frühe und wenn es sein muss, auch rund um die Uhr.

Wenn die meisten noch schlafen, schieben und streuen die Fahrerinnen und Fahrer des Winterdienstes mit insgesamt 80 Fahrzeugen die Straßen frei und sorgen im gesamten Stadtgebiet auf rund 1200 Straßen mit einer Streckenlänge von etwa 1500 Kilometern für sichere Verhältnisse. Da es nicht möglich ist, bei Schnee und Glatteis alle Straßen gleichzeitig zu betreuen, arbeitet der maschinelle Winterdienst nach einem Dringlichkeitsplan.

Ab 4 Uhr werden die Fahrbahnen mit besonderer Verkehrsbedeutung von Schnee und Eis befreit. Hierzu zählen etwa Hauptverkehrs- und Durchgangsstraßen, Straßen für den öffentlichen Personennahverkehr sowie Zufahrtstraßen zu Krankenhäusern. Ist diese Dringlichkeitsstufe 1 gegen 7 Uhr abgearbeitet, haben die Winterdienstfahrer bereits eine Strecke von 555 Kilometer zurückgelegt. Im Anschluss werden die rund 457 Kilometer der Dringlichkeitsstufe 2 betreut. Hierzu zählen vornehmlich Verbindungs- und Wohnsammelstraßen.

Zur Dringlichkeitsstufe 3 gehören reine Wohn- und Anliegerstraßen. Der Winterdienst auf diesen Straßen wird im Anschluss an die Stufe 2 durchgeführt und umfasst eine Streustrecke von 423 Kilometern.

Parallel zum maschinellen Winterdienst kümmern sich etwa 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des manuellen Winterdienstes in der Regel schon ab 5 Uhr um die Verkehrssicherheit an 223 Kreuzungsbereichen, 27 Fußgängerzonen, 183 Fußgängerüberwegen, 410 Gehwegen, 81 Radwegen, 18 Brückenanlagen und 64 Treppenanlagen.

Verantwortlich für die Schnee- und Glättebeseitigung auf Gehwegen sind die jeweiligen Grundstückseigentümer. Als Streumittel dürfen dabei nur abstumpfende Mittel wie Sand oder Splitt eingesetzt werden. Ausnahmen von dieser Regelung sind nur erlaubt, wenn der Einsatz von abstumpfenden Streumitteln nicht ausreicht, keine Wirkung erzielt und dadurch eine Gefahr für die Gesundheit der Fußgänger gegeben ist, beispielsweise bei Eisglätte, Treppenanlagen und in starkem Gefälle.

Die Gehwege sind in einer für den Fußgängerverkehr erforderlichen Breite von eineinhalb Metern von Schnee freizuhalten und bei Glätte zu bestreuen.

Die Verpflichtung zur Winterwartung auf Gehwegen erstreckt sich auch auf den Bereich der Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel und Schulbusse sowie an allen für Fußgänger eingerichtete Überwege. Dazu gehören Ampeln, Zebrastreifen und Bordsteinabsenkungen. An diesen Stellen müssen die Gehwege bis zur Bordsteinkante so von Schnee befreit und bei Glätte bestreut werden, dass ein möglichst gefahrloser Zu- und Abgang gewährleistet ist.

An Werktagen müssen in der Zeit von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte unverzüglich nach Ende des Schneefalls und nach dem Entstehen der Glätte entfernt werden. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte müssen bis 7 Uhr (an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr) des folgenden Tages beseitigt werden.

Auch bei bester Organisation bringt die Winterzeit auch immer Beeinträchtigungen des Fahrzeug- und Fußgängerverkehrs mit sich. Das Presseamt bittet daher alle Verkehrsteilnehmer, bei Schnee und Eis entsprechende Vorsicht walten zu lassen. Eine dem Straßenzustand angepasste Fahrgeschwindigkeit vermindert das Risiko von Unfällen. Je nach Wetterlage ist es besser, das eigene Fahrzeug stehen zu lassen. Autos sollten so geparkt werden, dass die breiten Winterdienstfahrzeuge gut durch die Straßen kommen.

(red)