Aachen: Wilde Tiere und raffinierte Techniken

Aachen: Wilde Tiere und raffinierte Techniken

Ein Leopard schaut dem Betrachter tief in die Augen und verfolgt ihn mit seinem Blick. Unentrinnbar ist der Kontakt, nachhaltig die Wirkung des „Verfolgerbildes”, das zwischen anderen Werken in anderen Techniken im Restaurant Gut Schlottfeld an der Wand hängt.

Afrikanische Tiere bestimmten das Leben des Künstlers Uli Aschenborn schon als Kind. In Namibia wuchs er als Sohn und Enkel berühmter Tiermaler auf, die ihm ihr Talent in die Wiege legten und aus ihm ebenfalls eine Tiermaler-Ikone machten. Doch die dritte Generation Aschenborn bildet Tiere nicht nur anatomisch korrekt in Bewegung und Beschaffenheit ab, sondern verfeinert und verrätselt immer wieder neu die oftmals tief- und hintergründigen Techniken, mit denen sie erschaffen wurden.

Aschenborn probiert und experimentiert nach allen Regeln von Kunst und Naturwissenschaft und verblüfft mit Kenntnissen und Effekten, die auch Kunstkenner staunen lassen. Besonders gut kommt die „Chamäleon-Technik” an, bei der ein Bild je nach Blickrichtung die Farbe wechselt, aber auch die neuen Verfolgerbilder, die Aschenborn „lebendige Zeichnung” nennt. Hier schwingt ein Hauch von Ironie mit, die ansonsten bei der „reinen Tiermalerei” nicht angebracht wäre.

Experimente

Durch und durch authentisch und frei von Tiermaler-Kitsch sind die Löwen, Elefanten und anderen wilden Geschöpfe, die Uli Aschenborn, der seit Jahren in Aachen lebt, sie seit seiner Kindheit Aug in Aug erlebt. In Europa ist Aschenborn ein Tiermaler-Exot, der pionierhaft sein Genre vertritt und es mit seinen Experimenten ständig erneuert und erweitert, wie auch im Internet, etwa bei Wikipedia und auf anderen Seiten nachzulesen ist: http://art.aschenborn.de

Bis zum 14. Februar hängt und steht die Ausstellung im Restaurant Gut Schlottfeld in Laurensberg, Schlottfelder Straße 15, geöffnet ist täglich von 12 bis 14.30 Uhr und 18 bis 22 Uhr.

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