Aachen: Wieder Anschlag auf eine gastronomische Einrichtung

Aachen: Wieder Anschlag auf eine gastronomische Einrichtung

Wieder ein Anschlag auf eine gastronomische Einrichtung in Aachen: Mit einer Flüssigkeit - ist in der Nacht zum Donnerstag eine Attacke auf ein Aachener Hotel in Bahnhofsnähe verübt worden.

Unbekannte hatte die Doppelscheibe der verglasten Eingangstüre mit brachialer Gewalt eingeschlagen und eine Chemikalie in den Hausflur geschüttet. Wahrscheinlich handelt es sich wieder um Buttersäure, es breitete sich nämlich ein übler Gestank aus.

Die Feuerwehr rückte erneut mit zahlreichen Einsatzkräften an, Hotelbewohner wurden ins Freie gebracht. Auch das Ordnungsamt und die Polizei tauchten mit größeren Kräften am Einsatzort auf. Ein politischer Hintergrund wird nicht ausgeschlossen. Die rechtsradikale NPD hatte vor einigen Monaten Interesse daran bekundet, das Hotel zu kaufen, vor kurzem hatte dort auch ein Treffen der Rechten stattgefunden. Der Hotelier erklärte aber auf Anfrage, keinerlei Probleme zu haben. Er könne sich den Anschlag nicht erklären.

In der vergangenen Woche hatte es einen Anschlag mit Buttersäure auf ein nur wenige hundert Meter entferntes Restaurant am Hauptbahnhof gegeben. Dort allerdings lag der Hintergrund möglicherweise in einem Nachbarschaftsstreit, zumindest hatte das der Inhaber so behauptet. Diesen Ermittlungsansatz habe man noch nicht überprüfen können, sagte Polizeisprecher Michael Houba auf Anfrage. Im Juni gab es schon einen Anschlag mit Epoxidharz auf eine Restaurant am Hühnerdieb, wo das Außenmobiliar verunreinigt wurde. Die Hintergründe dafür sind unklar. Man könne nicht sagen, ob ein Zusammenhang zwischen den drei Taten bestehe, sagte Houba weiter.

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