Aachen: Wettbewerb um die schönste Kleingartenanlage hat begonnen

Aachen : Wettbewerb um die schönste Kleingartenanlage hat begonnen

In einer vollen Stadt, die ständig neuen Wohnraum schaffen muss, ist es heutzutage nicht mehr unbedingt üblich, viele Grünflächen vorzufinden. Doch die Stadt Aachen legt darauf besonderen Wert und bietet mit ihren zahlreichen Kleingartenanlagen auch Menschen ohne Garten die Möglichkeit, sich im Grünen zu entspannen und zu entfalten.

Um diese Anlagen zu würdigen, gibt es in diesem Jahr zum 51. Mal den Wanderpreis der Stadt Aachen unter dem Motto „Leben und Begegnen im Grünen“. Daran beteiligen sich 35 Anlagen aus der ganzen Stadt. An einem Wochenende begutachtet die dreiköpfige Jury alle diese Anlagen und entscheidet nach verschiedenen Kriterien über den Sieger des Wanderpreises.

Die offizielle Eröffnung fand am Samstag in der Kleingartenanlage „Land Tirol“ statt, da diese im letzten Jahr den Preis gewinnen konnte. Wilhelm Hoven ist 1. Vorsitzender der Anlage und denkt immer noch mit Freude ans letzte Jahr zurück. „Wir waren sogar etwas überrascht über den Gewinn“, gibt er zu, „aber dieser Erfolg hat der Anlage noch mal einen Schub gegeben“. Die Gartenbesitzer haben sich noch mehr eingebracht und kämpfen dieses Jahr dafür, noch einmal zu gewinnen.

Dazu müssen sie aber vielfältige Kriterien erfüllen. Es geht nicht nur um den Aufbau der Anlage, sondern auch um die Nützlichkeit der Gärten oder die Sauberkeit der Gemeinschaftseinrichtungen. Die Jury, die über die Erfüllung der Kriterien entscheidet, setzt sich zusammen aus Franz-Josef Gatzen vom Fachbereich Immobilienmanagement der Stadt Aachen, Norbert Becker vom Landesverband Düsseldorf und Hermann Jansen, Vorstandsmitglied des Stadtverbandes der Familiengärtner Aachen.

Heijo Plum als 1. Vorsitzender des Stadtverbandes Aachen ist froh über die „Vielfalt der Kleingärten, die eine hohe Bedeutung für die Gartenkultur der Stadt hat“. Der Wettbewerb solle gleichzeitig einen Ideenwettbewerb zur urbanen Gartennutzung darstellen. Es solle sich nicht nur mit Nachhaltigkeit befasst werden, sondern die Gartenanlagen könnten auch wunderbar als Orte der Integration genutzt werden. „Sie sind die grünen Wohnzimmer unserer Stadt“, freut sich Plum.

Dieser Meinung ist auch Hilde Scheidt als Bürgermeisterin der Stadt Aachen. Sie besitzt selbst seit 16 Jahren eine eigene Parzelle und sieht in der Kleingartenkultur besonders einen Mehrwert für Kinder, da sie so die Natur ganz neu erleben. „Es ist eine wunderbare Tradition und herrlich zu sehen, wie viele wunderbare Dinge die Natur uns schenkt“, sagt sie begeistert. Scheidt lobt außerdem die gute Pflege, mit der die Gärtner ihre Parzellen behandeln.

Der Wettbewerb wird am 31. Oktober mit der Siegerehrung der Gärtner, die sich dann mit der schönsten Kleingartenanlage Aachens brüsten dürfen, im Krönungssaal abgeschlossen.