Aachen: Wettbewerb: Aachen sucht Mitradler

Aachen : Wettbewerb: Aachen sucht Mitradler

Es ist Fastenzeit in Aachen. Zumindest, wenn es nach der städtischen Kampagne „FahrRad in Aachen“ geht. Denn für sie beginnt nun die Zeit des Auto-Fastens. Drei Wochen lang nimmt die Stadt am deutschlandweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ teil, bei denen die einzelnen Kommunen gegeneinander antreten.

Vom 4. bis zum 24. Juni können alle Aachener Radler ihre Fahrradkilometer, die sie beruflich oder privat zurückgelegt haben, in einen Online-Kalender eintragen.

„Fahrradfahren ist vorteilhaft für jeden“, erklärt Stephanie Küpper, Projektleiterin von „FahrRad in Aachen“. Denn mehr Räder bedeuten weniger Lärm und Abgase und gleichzeitig eine höhere Lebensqualität. Zwar wird Aachen sicherlich nie zur Fahrrad-Hauptstadt mutieren. „Es ist hügelig, die Straßen sind eng und es gibt viele Autos“, meint Küpper.

Dennoch: In den letzten Ausgaben des Wettbewerbs waren die Öcher sehr erfolgreich. „Wir wurden 26.“, erinnert sich Küpper an das vergangene Jahr — immerhin von 620 teilnehmenden Kommunen. 2600 Personen radelten für die Kaiserstadt. Für den kommenden Wettbewerb mit knapp 800 Kommunen sieht es deutlich spärlicher aus: Bisher haben sich in Aachen lediglich rund 900 Leute in 89 Teams gemeldet. „Wir brauchen dringend noch Radler“, betont Küpper. „Man muss auch nicht mehr fahren als man sonst fährt.“ Stattdessen muss die tägliche Strecke bloß im Internet abgesteckt und die gefahrenen Kilometer gespeichert werden.

Eine Anmeldung ist auch nach dem Aktionsstart noch möglich. Gruppen von mindestens zwei Personen können sich als Team, Einzelpersonen im „offenen Team“ anmelden. Auf die Teams mit den meisten geradelten Kilometern oder meisten Teilnehmern warten Gewinne. Besonders erfreut ist Küpper derweil über die Teilnahme von Schulen mit ganzen Klassen sowie einigen Lehrern.

Angus Rocha Vogel ist ein besonderer Teilnehmer. Der 22-Jährige wird alleiniger „Stadtradel“-Star. Das heißt: „Ich darf drei Wochen lang kein Auto von innen sehen“, sagt er. Und zwar weder als Fahrer noch als Beifahrer. Schwerfallen wird ihm das nicht. „Ich habe kein Auto“, beichtet der Chemiestudent.

Daher würde er ohnehin die meisten Wege mit dem Rad erledigen. Zumindest Bus und Bahn darf Rocha Vogel aber fahren. Sein Ziel: 400 bis 500 Fahrradkilometer. Ob er das schafft, wird er wöchentlich schildern...

(jot)
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