Aachen: Westpark-Spielplatz wieder mit Kot beschmiert

Aachen: Westpark-Spielplatz wieder mit Kot beschmiert

Kurz vor der geplanten Freigabe des seit drei Wochen abgesperrten Spielplatzes im Westpark hat ein Unbekannter dort erneut seine ekelerregenden Geschäfte erledigt. Wieder wurden Bänke und Spielgeräte mit Kot beschmiert.

Wer der Täter ist und was ihn bewegt, ist den Ermittlern nach wie vor ein Rätsel.

Die Mitarbeiter des Stadtbetriebs mussten jetzt zum wiederholten Mal in einer äußerst unappetitlichen Angelegenheit zu Kärcher und Schrubber greifen, um den ekligen Schmier zu beseitigen. Allem Anschein nach handelt es sich um menschliche Exkremente, die in unschöner Regelmäßigkeit großflächig auf dem Spielplatz an der Lochnerstraße verschmiert werden. Der oder die Täter gehen dabei durchaus das Risiko ein, entdeckt zu werden, meint Rita Klösges vom städtischen Presseamt. Denn in Sekundenschnelle sei eine solche Tat kaum zu erledigen.

Und doch gingen bislang weder bei der Stadt noch bei der Polizei brauchbare Zeugenhinweise ein. Anfang September hatte ein städtischer Spielplatzkontrolleur erstmals massive Verunreinigungen mit Kot festgestellt. Damals wurde das Gelände erstmals abgesperrt und erst nach umfänglichen Reinigungsarbeiten wieder freigegeben. Es folgten weitere Verunreinigungen, die Anfang Oktober zu einer längerfristigen Sperrung führten. Die Stadt hatte seinerzeit Anzeige gegen Unbekannt erstattet — bislang jedoch ohne Erfolg.

Und nun hat der Täter trotz vorhandener Absperrung erneut zugeschlagen. Zwar sei der schlimmste Dreck schon wieder beseitigt, gleichwohl erwägt die Stadt darüberhinaus noch einige Bänke und Schaukelsitze auszutauschen. Der Spielplatz soll trotz der bislang vergeblichen Suche nach dem Täter „so bald wie möglich“ wieder geöffnet werden, erklärt Klösges. Und insgeheim scheint damit auch die Hoffnung verbunden zu sein, dem Schmierfinken im Wiederholungsfall doch noch auf die Spur zu kommen.

Ohne Zeugenhinweise wird dies kaum gelingen. Man könne sich ja nicht nächtelang auf die Lauer legen oder gar Abstriche von Verdächtigen nehmen, sagt Polizeisprecher Paul Kemen. Über die Gründe für eine solche Tat kann man nur spekulieren. Während die einen von einem krankhaften Gemüt ausgehen, sei auch eine etwas infantile Form des Protests denkbar, gibt Kemen zu bedenken, dem nichts Menschliches fremd ist. Jüngst hätten auch Aktivisten aus dem Hambacher Forst Polizeizellen mit Kot verschmutzt.

(gei)
Mehr von Aachener Nachrichten