Aachen: Wer ist eigentlich dieser Martin Schulz?

Aachen : Wer ist eigentlich dieser Martin Schulz?

Das Begleitprogramm zur diesjährigen Karlspreisverleihung an den EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz bietet auch dem Aachener Platt-Spezialisten Manfred Birmans eine schöne Auftrittsgelegenheit.

„Europa per pedes und im Kugelhagel. Zum Schicksal eines Öchers in den Napoleonischen Kriegen“ hat Birmans seinen durchaus auch vergnüglichen Vortrag überschrieben, der am Sonntag, 19. April, ab 11.30 Uhr im Centre Charlemagne, Katschhof, zu hören sein wird.

Im Mittelpunkt steht das „Wanderbuch“ des Aachener Soldaten Josef Braun, der von 1782 bis 1863 gelebt hat, und in dem er festgehalten hat, was er in den Schlachten unter Kaiser Napoleon erlitten hat. Dessen Schicksal hat auch in die Dialektliteratur Eingang gefunden, in der der Held gemeinsam mit seinen Kumpanen „Wickes va Bergdriesch“ und „Küeb va Heele“ den Engländern Mores lehrt. Anmeldung unter kultur@mail.aachen.de, Eintritt frei.

Damit man mitreden kann

Ernsthafter geht es in einem Info-Abend am Montag, 20. April, ab 18.30 Uhr in der Volkshochschule, Peterstraße 21-25, zu. Dort gibt es Antworten auf die Frage „Wer macht eigentlich was in Brüssel?“ Erklärt werden Begrifflichkeiten und Institutionen wie „EU-Kommission“, „Ministerrat“ oder „Rat der Regionen“ — für alle, die mitreden wollen, wenn mal wieder über „die in Brüssel“ gesprochen wird. Der Eintritt ist frei.

„Und die Ukraine geht uns doch etwas an“ haben der Politologe Detlev Preuße und der WDR-Chefreporter Horst Kläuser ihren Vortragsabend überschrieben, der ebenfalls am Montag zu hören ist. Dabei wollen sie Bezüge zwischen der heutigen Situation in der Ukraine zu den Umbrüchen und Freiheitsbewegungen innerhalb des Warschauer Pakts vor 25 Jahren herstellen. der Vortrag mit anschlißender Diskussion beginnt um 19 Uhr im Gartensaal des Deutsch-Französischen Kulturinstituts, Theaterstraße 67. Eintritt frei.

„Europa im Film“ heißt die Reihe, die im Capitol-Kino, Seilgraben 8, gezeigt wird. Zum Auftakt ist dort am Montag, 20. April, der deutsch-türkische Spielfilm von Fatih Akin „Auf der anderen Seite“ aus dem Jahr 2007 zu sehen. Einlass in das Lounge-Kino ist ab 19.30 Uhr (14 Euro).

Persönlicher Blick

Langjährige Weggefährte von Martin Schulz wollen am Dienstag, 21. April, einen persönlichen Blick auf den designierten Karlspreisträger ermöglichen. Wie war er in der Schule? Wie auf dem Fußballplatz? Wie als Bruder? Dies sind Fragen, denen „Nachrichten“-Chefredakteur Bernd Mathieu im Gespräch mit seinen Gästen in Schulz‘ Heimatstadt Würselen nachgehen will. Er erwartet unter anderem Schulz‘ Schwester Doris Harst, den ehemaligen Lehrer Peter Kremer, den Klassenkameraden Friedhelm Steinbusch, die Fußball-Mitspieler Franz Joseph Hansen und Gotthard Kirch sowie die politischen Weggefährten Achim Großmann und Arno Nelles.

Außerdem wird Jürgen Linden, Sprecher des Karlspreisdirektoriums, berichten, wie man eigentlich einen Karlspreisträger findet. Der Eintritt zu der Veranstaltung im Alten Rathaus von Würselen, Kaiserstraße 36. ist frei. Viele Plätze sind jedoch schon vergeben. Beginn ist um 20 Uhr.

Auch die Meisterkonzerte im Eurogress, Monheimsallee, fügen sich in das diesjährige Karlspreis-Rahmenprogramm ein. Die Prager Symphoniker haben dort am Mittwoch, 22. April, ab 20 Uhr ihren Auftritt. Mit dabei ist der israelische Pianist Boris Giltburg. Gemeinsam spielen sie unter Leitung von Christian Arming Werke von Smetana, Rachmaninow, Dvorak undJanacek. Karten (44 bis 67 Euro) können unter 0241/23813 bestellt werden.

(gei)
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