Aachen: Weltkulturerbe: NRW-Ministerpräsidentin unterstützt die Karnevalsvereine

Aachen : Weltkulturerbe: NRW-Ministerpräsidentin unterstützt die Karnevalsvereine

Am Donnerstag nahm Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Bewerbung der Karnevalsfestkomitees aus Aachen, Köln, Düsseldorf und Bonn um Aufnahme in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Unesco entgegen.

„Der Karneval ist einer unserer schönsten Bräuche und zählt zu den fröhlichsten Volksfesten“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Entgegennahme der gemeinsamen Bewerbung. „Er hat viele Facetten, aber immer ist Lebensfreude das verbindende Element.“ Die Politikerin betonte, dass sie sich sehr über den Antrag der Karnevalisten aus den vier Städten freue. Sie verwies darauf, dass eine Landesjury über die Bewerbungen entscheide, die für die deutsche Liste an die Unesco gemeldet würden.

„Natürlich wollen wir der Entscheidung der Jury nicht vorgreifen, aber wenn der Antrag Erfolg hat, wäre das auch eine verdiente Wertschätzung für das große ehrenamtliche und soziale Engagement aller Beteiligten.“ Der Karneval sei ein echtes Volksfest, das im Rheinland seit Jahrhunderten gefeiert wird. In allen sozialen Schichten und Altersgruppen sei der Karneval wie eine Klammer, die die Menschen zusammenhält. Migration und Inklusion von denen, die oft gesellschaftlich abseits stehen, würden im Karneval selbstverständlich gelebt.

So haben zum Beispiel in Aachen der in der Bundesrepublik einzigartige Kinderkarneval mit dem großen Umzug als Höhepunkt am Karnevalssonntag, die Verleihung des Ordens „Wider den tierischen Ernst“ und die Verbindung zu den belgischen und niederländischen Karnevalsfreunden besondere Bedeutung.

Bonn stellt in der Bewerbung das Beueler Wäscherinnen-Fest heraus. Düsseldorf verweist auf das „Hoppeditz-Erwachen“ und der Kölner Karneval wirkt sich prägend auf das Brauchtum im gesamten Rheinland aus.

(dd)
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