Weihnachtssingen im Aachener Tivoli

Weihnachtssingen im Tivoli : Veranstalter hoffen auf neuen Besucherrekord

„Alle Jahre wieder“ – da kommt nicht nur das Christuskind. Auch das gemeinsame Weihnachtssingen auf dem Tivoli ist zu einer Tradition geworden und in der Aachener Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken.

Obwohl es erst die sechste Auflage dieser besonderen Veranstaltung ist, scheint sie bei vielen schon als fester Termin im Kalender zu stehen: Unter dem diesjährigen Motto „Sing mit!“ sind bereits mehr als 12.000 Plätze reserviert. Am dritten Adventssonntag, 16. Dezember, startet das Weihnachtssingen um 18 Uhr im Aachener Tivoli an der Krefelder Straße. Einlass ist ab 16.30 Uhr, das Vorprogramm beginnt um 17 Uhr.

Pfarrer Siegmar Müller von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), der das Weihnachtssingen 2013 ins Leben gerufen hat, kennt die Gründe, weshalb von Jahr zu Jahr mehr Menschen kommen: „Das gemeinsame Singen im Stadion schafft eine ganz besondere Atmosphäre für eine ganz besondere Botschaft: Gott lässt uns nicht im Stich. In unruhigen Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger, das friedliche Miteinander zu feiern und eine große Gemeinschaft zu leben.“

In zahlreichen anderen Stadien in NRW folgt man mittlerweile dem Aachener Beispiel und lädt zum gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern ein. „Das Besondere hier ist, dass die Kirchen der Hauptveranstalter sind und es um die christliche Botschaft geht“, fügt Müller an. So werden auch in diesem Jahr wieder die Weihnachtsgeschichte vorgelesen, das Friedenslicht von Bethlehem Einzug halten und das Glockenläuten des Aachener Doms den Abend feierlich krönen.

Neben der ACK ist die Alemannia Fan-IG Mitveranstalter des Weihnachtssingens. Thomas Wenge von der Fan-IG findet, dass diese Veranstaltung über den christlichen Aspekt hinaus sehr gut zum Fußball passe: „Unter Fans ist es egal, welcher Konfession oder Nationalität man angehört. Die Vorfreude auf das besondere Gefühl im Stadion und dabei Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, überwiegt. Wir leben den Zusammenhalt – so ist das unter Fußballfans einfach.“ Und dieser Zusammenhalt wird von Jahr zu Jahr größer. Nach zuletzt 21.000 Besuchern im vergangenen Jahr hoffen die Veranstalter auf einen neuen Rekord, der an der 25.000er Grenze kratzt.

Spagat zwischen alt und neu

Das Programm beinhaltet wie gewohnt einen ausgewogenen Mix aus traditionellen Weihnachtsliedern, klassischen Alemannia-Fangesängen und der ein oder anderen Überraschung. „Wir versuchen immer wieder den Spagat zwischen altbekannt und neu zu schaffen“, sagte Elfi Kosch, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.

So begleiten erstmals rund 50 Sängerinnen und Sänger des Gospelchors „Sound’n’Soul“ der Katholischen Hochschulgemeinde das abwechslungsreiche Programm von der Bühne aus. Unterstützt werden sie dabei von „Pius Celebration“, dem Chor des Pius-Gymnasiums, der nach einer Pause nun wieder dabei ist. „Die auftretenden Chöre wechseln von Jahr zu Jahr, so dass möglichst viele verschiedene in den Genuss kommen, diese Abende mitzugestalten“, ergänzt Kosch.

Um den Klang im Stadion noch voller zu machen, sind erstmals fünf Laienchöre auf den Rängen verteilt, die die Stimmgewalt des Publikums und der Akteure auf der Bühne ergänzen: Mit dabei sind der VHS-Chor „Leichte Klänge“, der Chor „Weinstock“ der Pfarrei Christus unser Bruder, der Chor Cantabile Baesweiler, der Chor der TH Aachen sowie der Chor „Lucivers“ aus Würselen-Broichweiden. Außerdem tragen der Instrumentalverein Richterich, die Trommler der Öcher Legion und die Stadion-Legende Jupp Ebert zur besonderen Stimmung auf dem Tivoli bei. Die Moderation des Abends übernimmt erneut Stadionsprecher Robert Moonen.

Alle Ränge geöffnet

Um die entstehenden Kosten für Bühne, Technik, Sicherheitsdienst, Kerzen und Liederbücher annähernd decken zu können, kostet der Eintritt zum Weihnachtssingen fünf Euro für einen Sitzplatz (drei Euro ermäßigt) und drei Euro für einen Stehplatz. Die Veranstalter empfehlen die Karten im Vorverkauf zu erwerben.

Auch die Business Sitze auf der Haupttribüne können für 20 Euro reserviert werden. Für Unternehmen, Vereine oder Familien stehen darüber hinaus Logen für jeweils zwölf Personen zur Verfügung. Weitere Informationen erteilt Linda Weingarten vom Eurogress Aachen: LWeingarten@eurogress-aachen.de. Es sind nur noch wenige Logen frei.

„Wir wollen die Eintrittspreise so gering wie möglich halten. Alle Akteure, die zur Mitgestaltung des Abends beitragen, machen dies umsonst. Da die Einnahmen aus den Ticketverkäufen aber nicht ausreichen, um die genannten Kosten zu decken, sind wir auf Sponsoren und Spenden angewiesen“, erklärte Siegbert Gossen, Verantwortlicher für Finanzen und Sponsoring. Er betont, dass es wie in den vergangenen Jahren lediglich um Kostendeckung und nicht um Gewinnerzielung geht.

Viele ehrenamtliche Helfer

Doch nicht nur die Bühnengäste machen ihre Arbeit ohne finanzielle Gegenleistung. Auch in der Vorbereitung, im Hintergrund und am Rande des Weihnachtssingens sind unzählige Ehrenamtler und Helfer am Werk, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. So haben beispielsweise Studierende des Fachbereichs Gestaltung der FH Aachen unter der Leitung von Prof. Christoph Scheller das Werbeplakat und den in Licht geschriebenen Slogan „Sing mit!“ entworfen. Es ist und bleibt eben ein Event von Bürgern für Bürger, bekräftigten die Veranstalter.

Karten sind erhältlich im Medienhaus am Elisenbrunnen, Friedrich-Wilhelm-Platz 2, und an der Dresdener Straße 3 sowie beim Klenkes Ticket Service im Kapuziner Karree, Kapuzinergraben 19.

Weitere Informationen im Netz: www.weihnachtssingen-ac.de

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